Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Katechismus der Farbwarenkunde
Person:
Heppe, G.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-908740
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-909420
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Erste Abteilung. 
Montenegriner und Fiumaner Sumach, weniger 
gute Sorten sind der französische, portugiesische, 
Tyroler (aus Südtyrol) 1md der vom Karst bei Triest. 
Diese letzteren Sorten stammen auch nicht von Rhus c01sjaI-ja, 
sondern von Elias cotinus. Die besseren Sorten Sumach 
haben stets eine grüne Farbe; dumpfig riechender, von grauer, 
weißlicher oder schwärzlicher Farbe, ist nicht viel mehr wert. 
Beigemeugter Sand oder Erde lassen sich leicht nachweisen, 
sie fallen in Wasser zubodeu. Blätter anderer Pflanzen 
können nur durch das Mikroskop nachgewiesen werden; einen 
Anhaltepunkt giebt hier auch die Bestimmung des Gew- 
stoffgehaltes, der 16-17 Proz. betragen soll. Die Ver- 
packung findet in Ballen von 50-150 k statt.  Die 
Aufbewahrung des Sumachs muß an sehr trockenen, jedoch 
nicht zu lustigen Orten geschehen. Hauptbezugspläk,e sind 
Triest, Livorno, Marseille, London und Hamburg. 
5. Blüten und Z3kütenteike. 
42. Welche Farbwaren gehören hieher? 
Es sind dies nur der Safrc1n nnd Safl,or; ersterer 
wird jedoch nur sehr selten als Farbstoff verwendet. 
43. Was ist Safran? 
Der Safran oder Crocus besteht aus den getrock- 
neten, zuweilen noch mit dem oberen Teile der Griffel ver- 
sehenen Narben der Blüten von ()1-onus sativus, einem in 
Kleinasien und Griechenland heimischen Zwiebelgewächse, 
welches jedoch schon seit langer Zeit in vielen anderen Ländern 
kultiviert wird. Man erhält den Safran als ein Haufwerk 
von gedrehten und in einander gebogenen, sich fettig anfühlen- 
den Fäden von dunkelroter Farbe, gewöhnlich mit einzelnen 
gelben Fäden, den Griffelenden, vermischt. Der Geruch ist 
stark aromatisch, betäubend. Man hat im Handel auch 
Safran, bei welchem die gelben Fäden ausgesucht sind (Croc11s 
e1ect11s).
        

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