Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Münchener Bunte Mappe
Person:
Bernstein, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-895130
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-896543
WiedergalIe einer historischer! Persönlichkeit auf der Bühne wird auch hinsichtlich ihrer Maske, d. h. der getreuen 
Copie von Figur und Geschichte, mehr als den flüchtigen Besuch von Gemälde-Gallerien oder das oberflächliche 
D11rchblättern eines Kupferstichwerkes erfordern. Die Kunst des Schminkens, welche bis zur völligen Verleugnung 
der angeb0renen Züge erweitert werden kann, erlernt der Darsteller nur durch unausgesetjten Vergleich seiner 
eigenen G-esichtslinien mit denen der darzustellenden Persönlichkeit und durch genaueste Prüfung und Anwendung 
der Hülfsmittel, welches ihm sein kleines Schminklaborat0rium gewährt. 
Das große Publikum aber, welches leicht bereit ist, die Kunst des S-chauspielers als ein mühelos 
errungenes Geschenk der Natur zu betrad1ten, und nur den Lorbeer sieht, nicht die Dornen, die seinen Lebens- 
pfad umgeben,  das Publikum möge, wenn es Zeuge glänzender Erfolge auf der Bühne war, eingedenk sein, 
daß an wahrhafte Kunstschöpfungen sich eine Reihe von 2lrbeitsstadien knüpft, deren Geheimnis; sich nur Dem- 
jenigen enthüllt, der einen tieferen Blick wirft in die Werks"tätte des Schauspielers. 
5rhwI:rr Järl1rik. 
Von Anton STaupheimer.
        

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