Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Fabrikation des Wachstuches, des amerikanischen Ledertuches, des Wachs-Taffets, der Maler- und Zeichen-Leinwand sowie die Fabrikation des Theertuches, der Dachpappe und die Darstellung der unverbrennlichen und gegerbten Gewebe ; den Bedürfnissen der Praktiker entsprechend geschildert
Person:
Eßlinger, Rudolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-889722
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-891121
Die Fabrikation des amcrikanischen Ledertuchcs. 
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Kunstgriffe, welche unbedingt zum Gelingen der Arbeit er- 
forderlich sind, richtig in Anwendung bringen. 
Wenn wir uns Ledertuch quer durchschnitten denken, so 
haben wir als die unterste Schichtc und als eigentlichen 
Haupttheil des Stoffes ein starkes Gewebe, auf welches wir 
noch später zurück kommen werden, auf dieses folgt eine 
sehr dünne Schichte von Kautschuk, die in eine Schichte 
übergeht, welche aus elastischem Firniß und Farbstoffen 
besteht. Nimmt man die Untersuchung eines Querschnittes 
von Ledertuch mit Hilfe des Mikroskops vor, so erkennt 
man deutlich, daß der Kautschukiiberzug bis zu einer ge- 
wissen Tiefe in das Gewebe eingedrungen ist und daß auch 
zwischen der Kautschukscbichte und der die Farbstoffe ent- 
halteuden Schichte von Firniß keine scharfe Grenze zu ziehen 
ist, daß vielmehr diese Schichten alle in einander übergehen, 
jedenfalls aber untrennbar mit einander verbunden sind. 
Sehr auffällig bei echtem Ledertuci) von ausgezeichneter 
Qualität ist auch der Umstand, daß- der Ueber-zug, von 
welchem der Stoff überdeckt ist, eine sehr geringe Dichte 
besitzt; letztere ist oft so gering, daß man ganz deutlich jeden 
Faden des Gewebes erkennen kann.  Obwohl nun gerade 
Ledertuch von dieser Qualität sehr gute Eigenschaften besiHt, 
ist die ungemein geringe Dicke des Ueberzuges störend mit 
Rücksicht auf den Zweck, zu welchem diese Fabrikate ver- 
wendet werden sollen. 
Wie schon der Name besagt, sollen dieselben als ein 
billigerer Ersatz des theueren Leders dienen und werden 
Ledertuche vielfach zum Ueberziehen vonTapeziermöbeln an- 
gewendet. Man muß nun bestrebt sein, dem Fabrikate nicht 
blos Weichheit und Geschmeidigteit des Leders zu geben, 
sondern muß auch dahin trachten, das äußere Aussehen des 
Ledertuches in der Weise herzustellen, daß selbes möglichst
        

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