Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Carl Ludwig Fernow
Person:
Gerhardt, Luise
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-885501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-886285
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holt hatte, plötzlich gestorben. Die Abreise mußte daher 
um einige Wochen verschoben werden. 
Fernow benutzte diese Zeit, u1n fleißig Jtalienisch zu 
lernen und daneben einige Porträts zu zeichnen. 
Es war ihm lieb, daß er Gelegenheit hatte, etwas zu 
verdienen, um nicht vollständig von Baggesen, der sämt: 
liche Kosten der Reise trug, abhängen zu müssen. 
,,Jch habe während der Reise alles frei,U erzählte er 
seinem Freunde, ,,bloß während eines längeren Ausent: 
haltes an diesem oder jenem Orte lebe ich, wenn ich etwas 
verdienen kann, auf meine Kosten.U 
Am Z. Dezember 1793 trat Fernow in Baggesens Ge: 
sellschaft die Reise an. 
Die Fahrt ging über Zürich, Augsburg, Salzburg 
und Linz zunächst nach Wien. Aus Vriesen, die er unter: 
Wegs dankerfüllten Herzens an seinen Freund und Gönner 
Reinhold schrieb, erfahren wir manche interessante Einzel: 
heiten. 
Den ersten Brief schrieb er seinem ehemaligen Lehrer 
am 1. Januar 1794 aus Wien. Er erzählte darin den 
von Abenteuem aller Art gewürzten Verlauf der gemein: 
schaftlichen Fahrt, indem er gleichzeitig als ,,besonders 
merkwürdig0 sein Wiedersehen mit Lavater  den Baggesen 
wohl ,,einen Engel in Menschengestalt,H aber einen ,,wahn: 
sinnigen Engels. nannte,  und die Bekanntschaft mit 
Fichte, sowie mit Pestalozzi hervorhob: 
  8. Dezember reiseten wir von Zürich ab. 
Fichte begleitete uns fünf Stunden bis Richterswyl. 
Hier machten wir die Bekanntschaft Pestalozzis, zu 
welchem Fichte uns führte, und wo ich den Abend und 
folgenden Morgen eine der geistreichsten Unterhaltungen 
meines Lebens genoß   .U 
Nach mancherlei Unannehmlichkeiten mit den Grenzs 
beamten erreichten die Reisenden am Ende des Monats
        

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