Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Carl Ludwig Fernow
Person:
Gerhardt, Luise
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-885501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-887596
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,,Lips hat dazu das Porträt recht brav gestochen, und 
es ist recht gut kenntlich, wenngleich die Ähnlichkeit noch 
frappanter sein könnte; doch daran mag wohl der Zeichner 
auch einen Teil der Schuld zu tragen haben.H 
Jn Nr. 147 der ,,Jenaischen Literatur:ZeitungU erschien 
über dieses Werk eine sehr günstige Besprechung, als 
deren Verfasser lange Zeit und allgemein Goethe selber 
galt. Aber aus einem Briefe, den Professor Heinrich 
Meyer am 14. Mai 1806 an Eichstädt schrieb, erfahren 
wir, daß er CMeyerI diese Rezension  allerdings im 
Auftrage Goethes is verfaßt hatte. 
Fernow vollendete jeht seine Ausgabe des Petrarca 
und die ,,Römischen StudienU, von denen die beiden 
ersten Bände nunmehr in Druck kamen, während er an die 
Aufsätze, die der dritte, später erscheinende Band enthalten 
sollte, die legte Hand anlegte. 
Gleichzeitig hatte ihm Freiherr von Seckendorff einen 
Plan zu einer demnächst herauszugebenden Schiller: 
Galerie unterbreitet. Aber Fernow hielt ein derartiges 
Unternehmen  wenn er dasselbe auch vom künstlerischen 
Standpunkte aus billigte  in so stürmischer Zeit für 
unaussührbar. 
 Es wird damit gehen, wie mit andern der: 
gleichen Plänen im miserablen Deutschland. Indessen 
mögen die Herren, die so viel Eifer und guten Willen 
haben, in Gottes Namen den Versuch machen; sie werden 
schon Veranlassung finden, sich abzukühlen. Jch glaube 
übrigens wohl, daß unsere Kunst eine SchillersGalerie 
hervorbringen könnte, welche der englischen Shakespeares 
Galerie zur Seite stehen dürfte, ohne sich zu schämen; 
aber es fehlt an Guineen, Patriotismus und Kunstsinn 
bei der höheren Klasse; und darum wird dergleichen nie bei 
uns zustande kommen können. Kann man ja kaum mehr 
sein beschriebenes Lumpenpapier an den Mann bringen.  II
        

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