Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Carl Ludwig Fernow
Person:
Gerhardt, Luise
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-885501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-887373
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s1 
Schelling und Kant; ich bin hier ein bloßer Supples 
mentarius; wenn die anderen Fächer gut beseZt sind, so 
kann die Akademie nur davon und nicht von mir Nutzen 
haben. Mir wäre es hingegen weit nüZlicher und an: 
genehmer, wenn ich in Weimar leben könnte, und nur 
so viel hätte, daß ich den ersten Bedürfnissen abhelfen 
könnte. . . . U 
Am 26. Februar war Fernow noch immer ohne ent: 
scheidende Nachricht: 
,,Es ist doch wohl noch nicht alle Aussicht für die 
Realisierung meines Wunsches abgeschnitten2 Wir wollen 
sehen, ob die Fürsprache so vieler Gönner und Freunde 
etwas helfen wird. Glauben Sie nicht, daß es, da 
Goethe nächstens nach Jena herüberkommt, besser sein 
würde, ich lasse es ansiehen, bis er hier ist2  Denn 
jetzt glaube ich, nachdem ich ihm bereits davon gesagt 
und nun auch Herr von Einsiedel deshalb mit ihm ge: 
sprochen hat, daß jedes weitere Anpochen bei ihm mehr 
schaden als nützen möchte, wenn es nicht einmal ganz 
wie unabsichtlich bei einer guten Gelegenheit geschieht. 
Wenn er nichts gegen meine Hinüberkunst hat, so wie es 
wir damals schien, so tut er gewiß zu seiner Zeit, was 
er kann. .  XI 
Damals beschäftigte sich Femow eifrig mit seiner 
,,Racc01ta di autori olassici italianiH, eitler Neuausgabe 
der Werke Tassos, Dankes, Ariosts und Petrarcas, 
indem er die klassischen italienischen Diä;tungen mit den 
zum vollen Verständnis erforderlichen Noten versah. Es 
war eine Riesenarbeit, die Femow hiermit auf sich ge: 
nommen.  Er trat deswegen mit vielen namhaften Buch: 
händlerfirmen in Verbindung und erbat sich dazu Böt: 
tigers Vermittlung. Diesem legte er seinen Plan offen dar: 
  Ich bin jeZt mit dem akademischen Buchhändler 
wegen der Besorgung einer kleinen Handausgabe der
        

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