Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Carl Ludwig Fernow
Person:
Gerhardt, Luise
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-885501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-885786
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Vorwort. 
Vor hundert Jahren, am 4. Dezember 1808, verschied 
in Weimar ein Mann, der nicht nur mit unseren 
Geistesheroen in freundschaftlichem Verkehr gestanden hatte, 
sondern dessen Bedeutung auch von seinen großen Zeit: 
genossen erkannt und voll gewürdigt worden ist. Trog: 
dem sich Carl Ludwig Fernow hervorragende bleibende 
Verdienste um Kunst und Literatur erworben, ist er den: 
noch im Laufe der Zeit der Allgemeinheit mehr oder 
weniger fremd geworden. Aufgabe dieses Buches soll 
es sein, die liebenswürdige, geistoolle Persönlichkeit aus 
Weimars Glanzepoche den zahlreichen Freunden der 
deutschen klassischen Literatur wieder näher zu bringen. 
Wohl besitzen wir eine von Johanna Schopenhauer 
verfaßte und 1810 bei Cotta herausgegebene Biographie 
des interessanten Mannes. Aber, obgleich Fernows auf: 
opfernde Freundin und sorgsame Pflegerin während seiner 
legten Tage uns hier ein getreues Bild von seiner Kind: 
heit und dem späteren Werdegange entwirft, so ist diese 
Lebensbeschreibung dennoch in vielen Punkten unvoll: 
ständig. Von Fernows Briefen, die uns den besten Auf: 
schluß über sein Schicksal und seine literarische Tätigkeit 
geben, scheinen der Verfasserin nur wenige zur Verfügung 
gestanden zu haben, oder deren Inhalt konnte damals,
        

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