Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rembrandt
Person:
Neumann, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-868606
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4411454
der!-mode nieuwe C0mpartemente getel(ent do0r Johannes Lutma 
de 0ude tot Amsterdam a. 1653 und Festivitates aurifabris status-It-iis 
aliisque qui artes am-unt per-quam necessariae per J ol1annem Lutma 
senem, Amstelodami a. 1654. Der holländische Titel übersetzt Festivitates 
mit snal(erijen. Gerbrand van den Seckhout (wohl derselbe, der als 
Maler und Schüler Rembrandts bekannt ist) nennt sich Gerbrand de chesne 
auf dem Titel seiner Plusieurs nouveaux c0mparternents, die von 
clement de Jonghe gestochen sind. Flus dieser folge teilen wir hier 
Blatt to und 18 verkleinert nach den 0riginalen im l)resdener liupferstich- 
kabinett mit, auf Grund von Photographien, die wir der hilfbereiten 
Güte von Herrn Direktor Max IZehrs verdanken. Ss sind Rahmen- 
ornamente aus Ouschel- und l)i-:khäutermotiven. Das eine Blatt giebt 
orientalisd-je c(Iaffen, wo sich die krummen formen der Säbel und die 
apfel- oder quittenförmigen Schilde mit ihren geschweiften Linien vortreff- 
lich dem Gesamtduktus einfügen, ein Arrangement, wie es Rembrandt wohl 
gefallen mochte. 
Tleiter begegnet ein Sammelwerk mit dem Titel: Verscl1eycle c011stige 
Vindingen om in g0ut silver hour en steten te we:-clcen, nach Sr- 
findungen von Gerbrand van den Seel-ihout, J. IIutma, Adam und Paul 
van Vianen und anderen; es ist in Hmsterdam bei dem uns wohlbekannten 
clement de Jonghe (I-Ibb. I2r. 126) verlegt. 
Man findet diese Stichfolgen bei Jefsen, im kiatalog der 0rnament- 
stichsammlung des Berliner Runftgewerbemuseums, und bei Guilmard, les 
maftres ornemanistes, 1880, verzeichnet. Soweit meine Srfahrung reicht, 
besitzen die Rupferstichkabinette diese folgen nicht immer vollständig, und 
es ist häufig, dass einzelne Blätter fehlen. Guilmard hat auf Tafel 176 ein 
sehr karakteriltisches Gefäss dieses Stils abgebildet (wiederholt bei Sbe, 
Spätrenailiance l 467) und seine St-findung irriger Meile dem Oosyn zu- 
geschrieben. Von IIutmas Sntwürfen, in denen allerdings der Geschmack 
am Qualligen, lJappigen und Schlappigen wahre 0rgien feiert, findet Guil- 
mard: ,,ces cart0uches, compos-Es-dans le genre auriculaire exag6r6, 
sont akkreux de form(-:s; o"est la vraie d6c:adence de 1"art" (p. 5o8  
Oe-in kann dieses Urteil eines in der Rechtgläubigkeit der klasli3istisch-aka- 
 demischen Lehre erzogenen französischen Rritikers als bei-uhigende Gegenprobe 
dafür gelten lassen, daß Rembrandt an dieser ,,dekadenten" Kunst Geschmack 
fand. 
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