Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rembrandt
Person:
Neumann, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-868606
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4406639
I()etersburger Frauenbild, Halbfigur im Sessel mit 3usammengelegten Händen 
(Rembrandtwers-; lV Dr. 281). Hier ist etwas zum Ausdruck gebracht, 
woran man manchen Don-trätmaler kann ver3weiseln sehen, das bewegli-:he 
Ouskelspiel der mageren unteren Gesichtshälfte an Kinn und Kiefern. Dieses 
festhalten des Beweglichsten und Vorübergehenden, des Hussladeerns von 
Mit; und Laune ist ein Oeisterstü-ja der Karahteristik. Gerade ein solches 
Zuspit3en und scharf aus den Grund Gehen ist es, was die 13ildnisse des 
schönen Tons der vier-3iger Jahre zu Gunsten ihres Ideals von ruhiger 
Harmonie vermeiden. Tlir mögen also annehmen, dass diese Ausnahmen 
bestimmten Wünschen der Besteller ihr Dasein verdanken, indes die all- 
gemeine Richtung von Rembrandts Kunst bereits gewechselt und ein neues 
Bildniszideal proklamiert hatte. Lilie entschieden dieses Ideal wachsender 
Schönheit des Tons und verminderter psychologischer Schärfe verfolgt wurde, 
zeigen die Werke der Schüler aus dieser Zeit besonders deutlich, wovon 
die zwei Is)orträts von fes-dinand Bol in der Münchener Dinaseothesie 
(k2r. 338 und 339), die eine gesä1schte Signatur: Rembrandt 1642 trugen, 
berühmte Belege sind. 
ich im Original nicht kenne. Die Oal3e der beiden Bilder erlauben unsere Annahme. Der 
cioreur wird zu o,73 auf o,54 m angegeben; die Peter-Sburger Dame zu o,y6 auf o,56. 
Solche kleine Differenzen begegnen auch bei den k)endants lV Dr. 283 und 284 und lV 
Dr. 29o. 29I. Das Rembrandtwerk giebt, s1dIer -oie13u hoch greifend, der Frau etwa 6o Jahre- 
der F)etersbu1-ges liata1og uns cinquantaine. Hm meisten benimmt mich die grosse Gemein- 
samkeit des geistigen P1usd1-ude5, wie er oft bei älteren Sheleuten begegnet, auf deren Ge- 
liebte-n lid1 die vielen Jahre des GemeinIchaftsleben5 und -erleben- in einer zunehmenden 
Hehn1irhkeit ausdrücken.
        

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