Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rembrandt
Person:
Neumann, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-868606
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4405417
gab fast die ganze ho1läncliiche Malerei nach, und wie sollte sie nicht, da 
die Malerei fast in ganz Gut-opa, einem pIyohologilch-ästbeti[d)en Zwang 
folgend, lich auf l5elldunhe1 und schöne Farbe stimmte. 
In der Biographie des (-3uercino spricht der Graf Malvasiai") die Sr- 
kcsIbrung und Beobachtung aus, es sei mit dem schönen Rolorit eines Malers 
wie mit der guten Stimme bei einem Sänger. Von hundert Srsordernisfen 
musikalischen Srfolgs habe der Sänger neunundneunzig, wenn er über eine 
schöne Stimme ver-füge (chi con un bei metas10 kä udirsi), und dieselben 
neunundneunzig Sigenschaften von hundert erset3e die Blendkraft schöner 
Farben bei einem Maler. ,,l2icht Elle, meint er, dringen zum Verständnisz 
der Zeichnung vor; der Reiz der Farbe aber entzückt jedermann, und so 
erlebt man es, dass in Rom ein Michelangelo da caravaggio dem Michel- 
angelo Buonarotti vorgezogen wird und ein Raffaellin von Reggio dem 
grossen Raphael von (Irbino"-)." Man meint aus diesem Urteil noch etwas 
Von dem hochmiitigen Ton Vasaris heraus3uhören, wenn er von Ti3ian 
lPricht und seine Her-3ensmeinung verrät, dass ein schönes Rolorit verdächtig 
sei, weil es gern Mängel der Zeichnung 3udecke. In der That hatten aber 
die Vene3ianer und correggio seit den Tagen Vasaris Vergeltung geübt; 
die Kunst Italiens lag ihnen jetzt zu Füssen. Gegenüber der Auffassung 
Leonardos, der das Helldunkel in den Dienst der Modellierung körperlicher 
k01"m gestellt hatte, war die venezianisohe Behandlung durchgedrungen, 
das l3ellduns-eel lediglich als Schönheitsmittei für den Glanz der Farben zu 
L 
     
 Dieser kleine Raphael aus Reggio hatte sich im letzten Viertel des 16. Jahrhunderts 
Als fressaist und besonders als falladenn1aler in Rom ausgezeichnet und starb noch jüngst 
Als fein grosser Damensvetter. In quei ternpi, sagt Bag1I0I1D P- 26- Von Si ragi0"aVa 
(l"altri ehe di Raffae1lino da Reggio; poichE: tutti li giovani cercavano d"imitare la 
be1la maniera di lui; tanta 1norbidezza ed Unions ne! cosori1-e, risiev0 e tot-za ne1 di- 
SEgN0 e vag11ezza nel1a manjera havea. ferner San0l1"A1-L TEUklÖS HkEMMkD H 192 k-, 
aus Karl van Mander schöpfend. 
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