Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rembrandt
Person:
Neumann, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-868606
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4404932
Die soziale Stellung der bollänclikcben Maler. 
Es giebt eine Stelle, wo sich der Gegensatz zur Renaissance besonders 
deutlich abzeichnet, und es ist gut, sie zu betrachten, ehe wir uns der hol- 
ländischen, der neuen Malerei selbst zuwenden. Die Renaissance hat, indem 
sie die Kunst zu einem Bestandteil der ,,Bildung" machte, auch den Stand 
derer, die Kunst hervorbringen, gehoben; sie hat aus l3andwerl-gern, aus 
Banausen Künstler gemacht. für ihre demokratischen I-Infänge, da sie gegen 
Standesvorurteile das Recht der Persönlichkeit, des 6eniu5 und der Natur 
verkocht, hatte das geringere Bedeutung; je mehr sie sich aber zu einer 
aristohratischen Srhebung herauswuchs, je weiter das republihanische Ideal 
vor dem monarchischen zuriid-rwich, und schliesslich die Hispanisierung Italiens 
unabänderliche chatsache ward, um so folgenreicher erwies sich die Smanzi- 
pation des Künstler-tums. Die Künstler näh:-ten jetzt den SbrgeTz- TM' SO- 
sellschast zu gehören. 
Als Karl V bei einer lc)orträtsitzung, die er in IIugsbu1-g cizian ge- 
währte, sich bückte, um dem Oaler einen Dinsel vom Boden aufzuheben, 
war dies gleichsam ein I-Idelsbrief für den ganzen Stand, die Anerkennung, 
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