Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rembrandt
Person:
Neumann, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-868606
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4404612
Der I-3aag war keine Stadt und war nicht befestigt. Sr bestand aus den 
Regierungsgebäuden, den Häusern der Gesandten, l)iplomaten und der anderen 
Sinheimischen und Fremden und all dem Zubehör, den der Unter-halt und 
die Bedürfnisse einer reichen Gesellschaft fordern, so dass man von dieser 
Seite an das Aussehen eines modernen Badeortes erinnert wird. Man findet 
in jener Zeit den kjaag mit dem faubourg St. Germain in Paris verglichen. 
Im Voorhout, dem parhartigen Gehölz, in dem das Huis ten Bosc11 erbaut 
wurde, bewegten sich 2oo Squipagen, vergoldet und reich geschirrt, und ein 
französischer l3erichterstatter bemerkt, die Schönheit der Pferde ftehe nicht 
hinter den Sonnenrossen der Fabel zurück, ,,s"il n-Rest permis, de m"ex- 
primer p0etiquement en cette market-et-  Uebrigens waren die equi- 
pagen mit 6 Livres jährlich besteuert. Schon begannen auch Hnlagen und 
Vil1en in der Richtung nach dem Meer zu sich zu erheben, und die Linden- 
alleen des Haag wurden von den lk)oeten gepriesen. Von der Hnsammlung 
zahlreicher fremden und dem guten Ton im I-3aag zog jene Spracbmischung 
und -verwiistung Nahrung, gegen die sich in der JIitteratur die denk- 
würdige und nicht erfolglose Bewegung eines holländischen IE)urismus 
erhob. ,,Der nederlandtsche Dapagey", der lateinisch, fran3ösisch, spaniscb 
und italienisch brokseenweise in seine KI2uttersprache mischte, wurde eine Ziel- 
scheibe des Spottes. Im l-3aag aber herrschte das F-ran3ösische unbedingt, und 
selbst junge vornehme I5olländer thaten gern, als ob sie kein Holländisch 
verstunden, und fanden es sehr ennuyant, wenn sie mit Landsleuten in der 
heimischen Sprache verkehren sollten  
 de Sorbiere, relations lett:-es et discours sur diverses matjä1-es curieu5es Paris 1660, 
worin S. n-195 drei wichtige Briefe über Holland. Vieles Bude ist fetten. Ich habe es in 
Paris benützt. Die drei Bd-iefe lind wegen der 5e1tenbeit des Buches von Blok nach einer 
JTlb1cbrift im Besitz des verstorbenen Dr-ofesIor5 fruin neugedruckt worden in Bijdragen en 
mededeelingen (der (.ltI-echter bUtoriIcben 6e1e11Icbaft) XXII (1901) S.11-89. Ueber Sorbiere 
(1615-70) I. besonders die Sinlei-rang der Sorberiana; auch Blo1e a. a. O. 
 Hagae, ubi gal101-um et gal1jzantjum p1ena sunt omnia. Oan lebe äbnliÖe 
ZeugnMe bei Jond2bloet4 II! is ff. und die Anmerkungen. 
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