Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sechzehntes Jahrhundert
Person:
Hefner-Alteneck, Jakob Heinrich von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-868566
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4102370
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gesondert.  Der untere ist von blankem Eisen und zierlicher 
geformt; die Nägel darauf sind von Messing und waren vergoldet. 
An der Hand, welche hier geschlossen erscheint, ist jeder Finger 
besonders geschient. Die Stacheln, welche wir hier an Händen 
und Schild sehen, kommen um diese Zeit an den verschiedenen 
Harnischthcilen häufig vor. Diese Art von Schilden wurden im 
XVI. Jahrhundert häufig bei Turnieren gebraucht; die früheren 
Turnierschilde waren der Regel nach klein, meistens von Holz und 
mit bemaltem Leder überzogen, nach welchem, als von dem Rücken 
eines Thieres, ten-gum, hergenommen, diese Schilde Tat-tschen genannt 
worden sein sollen, welcher Name dann auch auf die eisernen dieser 
Art übertragen wurde. Schild, Unterarm und Hand sind hier zu 
Stücke vereinigt; die halbe Dicke des Unterarms wblbt sich nach 
2tußen, die andere geht nach Innen und läßt sich zum 2cnziehen 
öffnen. Die Nägel, welche darauf sind, waren bestimmt, innen 
das Lederfutter zu halten. Da sie sehr schwer waren, wurden sie 
durch einen Ring, wie man ihn am unteren Schilde sieht, mittelst 
eines Bandes an der Schulter befestigt. 
Die Bestimmung dieser Schilde war, bei den Turnieren die 
Lanze des Gegners abzuweisen und auf die Seite ausgleiten zu 
lassen, ohne die linke Hand im Führen des Zügels zu hindern. 
Im Bei-laufe dieses Werkes wird eine Beschreibung und Zusammen- 
stellung der Turnierrüstung oder Stechzeugs folgen, wobei diese, 
wie alle dahin gehörige einzelne Theile zur Sprache kommen werden. 
Tafel 53. Priestertracl)t aus dem XVl. Jahrhundert  
gezeichnet vom Herausgeber nach einem baut-relief von Stein, 
welches sich in der Stiftskirche zu Aschaffenburg in einem ?lnbaue, 
die AlIerheiligenkapelle genannt, befindet. Bemerkenswerth ist, daß 
dieses Denkmal noch ursprünglich bemalt ist, während es um diese 
Zeit nicht mehr Sitte war, Grabfcnlptu1-en zu übermalen. 
 

        

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