Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vierzehntes und fünfzehntes Jahrhundert
Person:
Hefner-Alteneck, Jakob Heinrich von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-868553
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4095205
 
  
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DER bekVetI Portraits scheinen in ihrer .Hochzeitstracht dar- 
gestellt zu sein. Um die Schultern trägt er den Orden des hei- 
ligen Michael, welchen Ludwig XI. im Jahre 1469 gestiftet. An 
einer goldenen spiralförmigen und mit goldenen Muscheln verzierten 
Kette hängt das Bildniß des heiligen Michael, wie er im Kampfe 
mit dem Teufel siegt. Diese Auszeichnung mußten die Ordens- 
ritter, deren 36 waren, immer tragen, außer im Kriege, auf  
der Jagd nnd ,auf Reisen, wo sie das Bildniß an goldener  
Kette oder schwarzem Bande trugen. Am 2lbende vor dem Feste 
des Erzengels versammelten sie sich in dem Palaste des Groß- 
meistets und zogen von da in die Kirche, gekleidet in einen 
Mantel von weißem Damast, welcher auf- der Erde schleifte, mit  
.Hermelin gefüttert und mit goldnen Muscheln und spiralförmiger  
goldner Verzierung gefaßt war.  
 
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Tafel 18. BetehUU!1g des Herzog6 Johann-H) von Bayern- 
München im Juli des Jahres l4l7  gezeichnet vom Heraus- 
geber nach einer kolorirten Federzeichnung in der handschrift- 
lichen Chronik Ulrichs von Rikk)EUtal (Reichenthal) auf dem Rath- 
hause zu Conftanz. 
Ulrich von Reichenthal lebte um diese Zeit als Domherr in 
Constanz und war 2kugenzeuge der von ihm beschriebenen Feier- 
lichkeiten.  Von diesem MaUUftVipte müssen die gedruckten Aus- 
gaben mit Holzschnitten, welche alle mehr oder weniger abweirhen, 
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 So wird km- Herzog von Bayern-München in der Kronil des Reichen- 
thal genannt, allein in der Geschichte Bayern-MüMhMs findet Ich um diese 
Zeit kein Johann, sondern die O9kzVge WkIk)81M  und Ernst 
(1397-I-138,) welche Söhne des -DeksVAs JVbcUM I- waren. Es scheint also 
Hatt Johann entweder Wilhelm oder Ernst heißes! Müssen. In der Regenwe- 
tEfel des pfälzischen Hauses erfd)8kM Um Diese Zeit ein Johann, welcher, ein 
Sohn des Kurfürsten Rudern- lll., nach dem Tode des Vaters die Oberpfali 
erhielt und in Nenmarkt reKdirte (14l0--144s  Sollte dieser gemeint sein, so 
OTTO M' ZUsas) -A-Bayern-Münahen" unt-ichtig.  

        

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