Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vierzehntes und fünfzehntes Jahrhundert
Person:
Hefner-Alteneck, Jakob Heinrich von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-868553
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4097177
 
 
 
 
217 
reitet und zuerst dursh geschickte Künstler in Zeichnung entwor- 
fen wurde. 
Wie wir schon häufig nachgewiesen, sind gerade aus der ersten 
Hälfte des 15tEU Jahrh. die Grabmonumente ziemlich sparsam 
auf uns gekommen. Wir machen daher besonders hier, wie bei 
Taf. 168 wiederholt auf die Art der Rüstungen aufmerksam, 
welche noch größtentheils aus gepreßtem Leder bSfkEk)71I- M wel- 
ches sich schon einzelne Theile von Plattner-Arbeit anschließen, 
welche alsbald das Lederwerk ganz verdrängen. Was die Akt 
und nähere Beschaffenheit des hier erscheinenden kleinen Schildes 
(Tartsche) betrifft, so sehe man Tafel 155 dieser Abthlg., wo 
ein ähnliches Schild nach der Wirklichkeit abgebildet und be- 
schrieben ist.  
Tafcl 166. Schwerter und Dolche aus dem 14ts11 Jahr- 
hundert, gezeichnet vom Herausgeber, nach den Original- 
Waffenstücken, von welchen sich an nachstehenden Orten befinden: 
Das Schwert A. aus der Mitte des 14tEI1 Jahrhunderts, in den 
k. vereinigten San1n1lungen zu München ist von hoher Seltenheit. 
Es weicht dadurch von der gewöhnlichen Form dieser Periode 
ab, daß es am Griffe nicht das einfache Kreuz nnd den runden 
starken Knopf, sondern eine orientalisrhe Form hat, welche bei 
den Waffen des frühen Mittelalters sehr vorherrscht, und um 
diese Zeit nur ausnahmsweise an den christlichen Waffen er- 
scheint. Am Anfange der Klinge zeigt Mk) Ein Ring, welcher 
nicht die Bestimmung hat den Finger einzulegen, wie es bei den 
Schwertern vom Ende des 16IEU JChkk)UUdkVts UND W! 30jähri- 
gen Kriege vorkommt, sondern um das Schwert mittelst einer 
Kette auf der Brust zu befestigen, damit es nicht im Kampfe 
verloren werde. Der Griff ist auf beiden Seiten durchaus mit 
schwärzlich grünem Horn mittelst messingeUet Niethnägel beschla- 

        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.