Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Von der ältesten Zeit bis zum Ende des dreizehnten Jahrhunderts
Person:
Hefner-Alteneck, Jakob Heinrich von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-865586
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4373167
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1299 mit arabische"ns Ziffern und einem Steinmeiz;-Zeichen darüber 
gleichzeitig ist, oder bei einer spätern Ueberarbeitung der architec- 
 tonischen Or-namente eingehauen wurde, ist schwer zu entscheiden, 
und zwar um so mehr-,A als der Grabstein  aus röthlichem  
Sandstein  mit dicker, grau-grünlicher Oelfarbe überstrichen wor- 
den ist.   
Der Ritter trägt die Brünne  Halsberg  mit daran be- 
sindlicher HelmkapuHe; sie wird nicht aus Plättchen, sondern aus 
H ineinander geschlungenen Ringen gebildet, die aber noch nicht ein 
selbstständigeS Geslechte bilden, sondern auf einem Unter-futter von 
Leder befestigt sind. Merkrvürdig ist ferner an diesem sehr lehr-  
reichen und wohlerhaltenen Denkcnale der hochgegürtete Waffen- 
 rook des XIll. Jahrhunderts; das Wehrgehänge, das sich im fol- 
genden zum ritterlichen Gürtel (ojngulum tnilit.-irre) .umgewandelt 
hat, und der einfache sehr gut detailIirte Schwertgriff. Der är- 
mellose Waffenrock ist nur bis über die Knie vorn ausgeschnitten. 
 
Tafel 28. Tracht eines Bischofs aus dem Anfang des 
XIII. Jahrhunderts  nach einem .T"empera-Gemälde im Dome 
"zu Worms, gezeichnet von Fr. Hoffstadt. 
Daß wir diese Figur in den. Anfang des XIII. Jahrhunderts 
setzen, dazu bestimmt uns nicht nur die Tracht des Bischofs 
selbst, sondern auch die Art der Rahmenverzierung und die 
eigenthümliche Behandlung der Tempera-Malerei.  Er trägt 
die alterthümlich niedrige Bischofsmütg-e; Ader Mantel ist lang 
und noch nicht zur freien Bewegung der Arme ausgeschnitten 
(s. Abtl). I. Tafel 10 und 11). Eben so hat der Bischossstab 
noch die ganz einfache alte Form eines Hirtenstabes, welcher unten 
mit einem Stachel versehen ist. Das lange weiße Gewand und die 
Schuhe sind nach Art des XII. Jahrhunderts reich verziert; nicht 
minder deuten dahin die breiten mit Steinen besetzten Goldborten.  
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