Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Katechismus der Porzellan- und Glasmalerei
Person:
Ulke, Robert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-859013
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-859525
Reihen und Zu!-ereitung der Farben. 29 
peinlichsten Reinlichkeit der Paletten und Reiber, sowie der 
Spachteln verfahren werden. Sie muß zu der Zeit vor- 
genommen werden, wo man im Atelier oder Zimmer nicht 
viel geht, wodurch leicht Staub aufgewirbelt wird. Das 
nasse Abwischen des Pultes und Tisches ist bei jedesmaligem 
Anfangen des Malens angezeigt. 
Soll eine andere Farbe auf der gleichen Glas-tafel oder 
Reibpalette gerieben werden, so muß dieselbe vor dem Reihen 
in Terpentinöl, vorerst recht rein mittels Spiritus mit einem 
wenig Fafern zurücklassenden Farbenlumpen oder Wisch- 
lappen gepuHt werden. In den meisten Fällen werden die 
Farben gleich in Terpentinöl gerieben, ohne vorher in 
Wasser fein gerieben zu sein. Dieses Terpentinöl sollte aber 
dann rektifiziertes sein, d. h. ein Terpentinöl, aus dem alle 
fettigen und harzigen Bestandteile bereits entfernt sind. 
Beim Terpentinöl hat sich oft schon ein Fettstoff gebildet, 
welcher durch das immerwährende Zugießen beim Reihen 
der Farbe noch dicker wird, so daß er das Durchdriicken 
des Läufers auf die Farbe und dadurch das Feinreiben 
derselben erschwert. Es erzeugt sich durch das mechanische 
Reihen Wärme, und so wird der Fettftoff des Terpentin- 
öles zu Dicköl, welches die Farbe zu fett macht. Jst es 
aber auf diesem Wege möglich, die Farben fein zu 
bringen, so muß das Terpentinöl auch wieder aus der 
geriebenen Masse sich verflüchtigen. Es werden nun je nach 
dem Volumen der Farbe zwei Teile Dicköl und 1 Teil 
Nelkenöl darunter gerieben.
        

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