Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Katechismus der Porzellan- und Glasmalerei
Person:
Ulke, Robert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-859013
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-861015
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Glasmalerei. 
Nehmen wir nun an, daß der vorliegende Karton für ein 
größeres "gotisches Kirchenfenster bestimmt ist (Fig. 73 
S. 184-185, Fig. 74 S. 191), so schneidet man denselben 
in seine einzelnen Felder oder Flügel, um dieselben für 
die jeHt angehende, praktische Arbeit bequemer und handlirher 
zu haben.  
XIV. 
Kontnren de-zsrlbkn. 
Je nach Belieben wird nun eine der früher schon ange- 
gebenen Konturfarben in O! gerieben und dann etwas Dicköl 
oder Copaivabalsam zugeseHt. Mit einem halblanggebundenen 
Konturpinsel giebt man darauf die Konturen nnd Umrisse der 
gegebenen Formen, sowie die Hauptpartien in vorkommen- 
den Gewändern an, indem man das zugeschnittene Glas 
auf den abgetrennten Flügel des Hauptkartons legt und die 
darunter liegende Kontur in ihrer Charakteristik auf das 
Glas zeichnet. 
Es ist vorteilhaft, mit den obersten oder untersten Flügeln 
anzufangen und dann immer den daranstoßenden in syste- 
matischer Ordnung folgen zu lassen. Die Hauptlinien in der 
Architektur werden ziemlich stark durchgezeichnet, und allen 
jenen Stellen, an welchen der Glasschnitt den Formen nicht 
vollkommen genug naehkommen konnte, wird mit dem Pinsel 
die genauere Form gegeben. Das reichlich iiberstehende Glas
        

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