Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Gesellen- und Meisterprüfung
Person:
Baer, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-854676
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-856363
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keiten, wenn die Natur des Gewerbebetriebs einen Aufschub oder 
eine Unterbrechung nicht gestattet; 
sie finden keine Anwendung kraft gesetzlicher Vorschrift auf folgende zu- 
lässige Arbeiten: 
c-) auf Arbeiten, welche in Notfällen oder im öffentlichen Interesse 
unverzüglich vorgenommen werden müssen; 
 für einen Sonntag auf Arbeiten zur Durchführung einer gesetzlich 
vorgeschriebenen Inventar; 
 auf die Bewachung der Betriebsanlagen, auf Arbeiten zur Reinigung 
und Jnstandhaltung, durch welche der regelmäßige Fortgang des 
eigenen oder eines fremden Betriebs bedingt ist, sowie auf 
Arbeiten, von welchen die Wiederaufnahme des vollen werktägigen 
Betriebs abhängig ist, sofern nicht diese Arbeiten an Werktagen 
vorgenommen werden können; 
is) auf Arbeiten, welche zur Verhütung des Verderbens von Roh- 
stoffen oder des Mißlingens von Arbeitserzeugnissen erforderlich 
sind, sofern nicht diese Arbeiten an Werktagen vorgenommen 
werden können; 
e) auf die Besichtigung des Betriebs, soweit er an Sonn- und Fest- 
tagen stattfindet. 
Für bestimmte Gewerbe, in denen Arbeiten vorkommen, welche ihrer 
Natur nach eine Unterbrechung oder einen Aufschub nicht gestatten, 
sowie für Betriebe, welche ihrer Natur nach auf bestimmte Jahreszeiten 
beschränkt sind oder welche in gewissen Zeiten des Jahres zu einer 
außergewöhnlich verstärkten Teilnahme genötigt find, können durch 
Beschluß des Bundesrates Ausnahmen vom Verbote der Sonntagsarbeit 
zugelassen werden. 
Für Gewerbe, deren vollständige oder teilweise Ausübung an 
Sonn- und Festtagen zur Befriedigung täglicher oder an diesen Tagen 
besonders hervortretender Bedürfnisse der Bevölkerung erforderlich ist, 
sowie für Betriebe, welche ausschließlich oder vorwiegend mit durch 
Wind oder unregelmäßige Wasferkraft bewegten Triebewerken arbeiten, 
können die höheren Verwaltungsbehörden (Kreisregierungen) Ausnahmen 
vom Verbote der Sonntagsarbeit treffen. (VorausseZungen und Be- 
dingungen der Zulassung von Ausnahmen bestimmt der Bundesrat 
unter Kenntnisnahme des Reichstages.) 
Wenn zur Verhütung eines unverhältnismäßigen Schadens ein 
nicht vorherzufehendes Bedürfnis der Beschäftigung von Arbeitern an 
Sonn- und Festtagen eintritt, so können die unteren Verwaltungsbehörden 
(Bczirksiimter) Ausnahmen von den Bestimmungen über die Sonntags- 
ruhe für bestimmte Zeit zulassen. 
Die Landeszentralbehöt"den können für einzelne Festtage, welche 
nicht auf einen Sonntag fallen (ausgenommen das Weihnachts-, Neu-
        

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