Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Nationalökonomie
Person:
Damaschke, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-850022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-851132
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schlie�en und verk�nden zu lassen Der K�nig ist souver�n 
in seinem Lande. Er hat seine Krone von Gott allein. 
Es gibt daher keine Macht auf Erden, sei sie geistlich, sei 
sie weltlich, welche irgend ein Recht auf sein Reich habe; 
geschweige, da� sie unter irgend einem Vorwande die ges 
heiligten Personen unserer K�nige des Landes berauben 
und ihre Untertanen vom Eide der Treue entbinden k�nnen.U 
170 Jahre sp�ter, als die Generalst�nde wieder zu 
sammentraten, lautete der Wille des dritten Standes be 
kanntlich wesentlich anders. 
Der Gang, der die wirtschaftliche Entwicklung zu jener 
Katastrophe f�hrte, aber zeigte zun�chst noch eine aufw�rts 
steigende Bahn. Die gro�en Minister Rich elieuC1624s 1642J, 
haben au�erordentliches geleistet. Die Ma�nahmen des leHteren 
sind geradezu typisch f�r die Verwaltungsgrunds�tze dieses 
Zeitalters geworden, so da� man das volkswirtschaftliche 
System dieser Epoche, das gew�hnlich als das merkantilistische 
bezeichnet wird, auch Colbertismus nennt. 
In Deutschland gelang es nicht, wie in Spanien und 
Frankreich, ein einheitliches Staatswesen zu schaffen. 
Das Schicksal des Reichs war entschieden, als jede ernst; 
hafte Reichsfinanzrefor1n scheiterte. Der gro�e Reichstag 
zu Worms 1495 hatte noch einmal einen Anlauf dazu ge 
nommen. Es wurde eine allgemeine Reichssteuer, der ,,gei 
meine PfennigU beschlossen. Ein ,,st�ndiges Reichsregiment9 
aus 20 Mitgliedern sollte seine Verwendung �berwachen. 
Es blieb unfruchtbar in gegenseitigem Hader. Auch der 
,,gemeine PfennigU kam nicht ein. Damit blieb auch das 
neu eingerichtete Kammergericht ohne ausreichende Be,
        

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