Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Nationalökonomie
Person:
Damaschke, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-850022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-850875
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z. B. in Straßburg das Gewohnheitsrecht herausgebildet, 
daß das Erbrecht erst verfiel, ,,wenn ein Zins den andern 
rührtest, d. h., da der Zins halbjährlich zu entrichten war, 
wenn ein ganzes Jahr seit der legten Zinszahlung verstrichen 
war. Diese Bestimmung sollte namentlich verhüten, daß vors 
übergehende Unglücksfälle, Krankheiten usw. den einzelnen 
heimatlos machen konnten. 
sit III 
III 
Daß die Baustelle, die Landesherr oder Gemeinde ver: 
gab, nicht ihrer Bestimmung entzogen, nicht etwa als Spes 
kulationsobjekt zuriickgehalteniwerden konnte, war dabei selbst: 
verständlich. Schon in dem alten Stadtrecht von Freiburg 
im Breisgau 1120 wird die Baustelle ausdrücklich nur zum 
Recht des Bebauens verliehen. 
In Bern kann nach der Handfeste von 1218 das Bürgers 
recht nicht dadurch erworben werden, daß man den BauplaH 
eines abgebrannten Hauses kauft, sondern nur dadurch, daß 
1nan das Haus wirklich wieder aufbaut. 
Als der Hohenstaufe Friedrich II. auf schwäbischem 
AlIodialeigentum die Stadt Pfullendorf im heutigen Baden 
gründete, erklärt er im Stadtrecht vom Z. Juni 1220: 
,,Ferner bestimmen wir, .   daß, wenn ein Bürger 
eine oder mehrere leere BaustelIen habe Careas nuds.s2, 
d. h. solche, die nicht überbaut sind Cseilecet non supors 
ediücatasJ und er sie vom nächsten Festtage des Heil. 
Michael über ein Jahr nicht überbaut hat, jene Baustelle 
oder wenn es mehrere sind, an unsere Domäne fallen 
sollen, wenn nicht Armut es entschuldigt oder der den 
Vorschriften der Stadt entsprechende Verkauf der Vaustelle 
an einen Mitbürger.44 
das Stadtrecht von Salzburg, daß, wer eine 
auch binnen Jahresfrist darauf bauen müsse. 
1287 sagt 
Hofftatt kaufe,
        

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