Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Nationalökonomie
Person:
Damaschke, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-850022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-850664
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Papst Gregor der 
,,Die Erde ist 
Menschen.E 
Große  
das gemeinsame Eigentum 
aller 
Diese Anschauungen mußten, je stärker das 
WUTDS, desto mehr auch die wirtschaftlichen 
beeinflussen, 
Christentum 
Verhältnisse 
Schon um die Mitte der Kaiserzeit ging der Großgrunds 
besih in vielen Teilen des römischen Weltreiches zurück. Der 
Hauptgrund dafür war allerdings rein volkswirtschaftlicher 
Art. Die verhältnismäßig friedliche Kaiserzeit ließ die Preise für 
Sklaven in die Höhe gehen, da nicht mehr große Eroberungss 
kriege ihre Zahl ständig vermehrten. Es erschien deshalb 
einträglicher, die Landwirtschaft zu dezentralifieren. Vielfachs 
wurden von Latifundien einzelne Bauernhöfe abgetrennt, 
und Sklaven, als ,,KolonenU oder ,,JnquilinenU, zur Bei 
wirtschaftung übergeben. Hier feste der christliche Einfluß 
unmittelbar ein, und Konstantin der Große bestimmte, daß 
die Familien dieser Kolonen nicht mehr auseinandergerissen 
werden, nicht mehr über die Grenzen der Provinz, ja endlich 
auch nicht mehr vom Gute weg verkauft werden durften. Und 
auch die Abgabe dieser Kolonen an die Gutsherren, der 
,,KanonU, durfte nicht mehr willkürlich von den Grundeigens 
tümern erhöht werden. So gewann die große Mehrheit der 
ländlichen Bewohner wieder eine rechtliche Existenzbasis. 
Die Kaiser Valentinian und Valens C365 n. Chr.J 
richteten sogar eine besondere Staatsbehörde zum Schutze dieser 
Kolonen ein. Wie die heutigen Gewerbeinspektoren die Jnters 
essen unserer Fabrikarbeiter zu wahren haben, so hatten die 
durch dieses GeseH berufenen ,,defens0resH das Interesse der 
ländlichen Arbeiterbevölkerung zu vertreten. 
JU diesem spätrömischen Kolonat lassen sich manche Züge 
Damasehke, Geschichte der Nationalökonomie. Z. Aufl. Z
        

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