Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Nationalökonomie
Person:
Damaschke, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-850022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-854415
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schieht, sich damit begnügt, zufrieden auf dem in der Praxis 
Erreichten zu ruhen, sondern ers hat stets die großen Er: 
scheinungen des wirtschaftlichen Lebens beachtet, und nots 
wendig drängte sich ihm die Erkenntnis auf, daß ohne 
Änderung des Bodenrechts alle Wohlfahrtsarbeit Stückwerk 
bleiben müsse. Es ist bezeichnend für diesen Mann der Tat, 
daß die einzigen literarischen Arbeiten aus seiner Feder der 
Verbreitung unseres Gedankens dienen. Seine drei kleinen 
Schriften ,,Die Wohnungsnot in DanzigE, ,,Bodenwuc;er und 
WohnungsnotH und ,,BodenreformU lassen schon in ihren 
Titeln seinen Weg vom Konkreten zum Prinzipiellen er: 
kennen. 
Neben dem Geheimrat steht in unserer Erinnerung ein 
einfacher Arbeiter: Heinrich Göbhardt, der VorsiHende des 
christlichen Gewerkschaftskartells in Berlin. Er zählte zu den 
jungen Führern der christlich:nationalen Arbeiterbewegung, 
die wissen, daß alle Lohnerhöhungen, die die Gewerkschafts: 
bewegung erringen kann, heute zum größten Teil durch die 
steigende Grundrente in Form von Mietserhöhungen wieder 
verloren gehen; daß eine friedliche organifihe Hebung der 
Lebenshaltung unserer Arbeiterschaft nur möglich ist, wenn 
die Gewerkschaftsarbeit durch die Bodenreformarbeit ergänzt 
wird. 
Von den Bundesfreunden, die in der Führung des deutschen 
Produktionsprozesses standen, nenne ich nur zwei: Professor 
Dr. Czapski, den vertrauten Mitarbeiter Professor Abbes 
an den weltberühmten Zeißwerken in Jena, und nach dem 
Tode unseres alten verehrten Mitgliedes Abbe auch dessen Nach: 
folget, und Georg zur Nedden, den Chefchemiker der Dillinger 
Hüttenwerke. Zur Nedden gehörte zu den Mitgliedern, die 
die Stärke einer jeden Bewegung sind. Sein Wirken war
        

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