Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Nationalökonomie
Person:
Damaschke, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-850022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-854115
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in Benuhung. Überall wo Stadtgemeinden oder, mit ihrer 
UnterstüHung, gemeinnüHige Vereine solche Einrichtungen ver: 
sucht haben, wie in Magdeburg, Glogau, Charlottens 
burg, Bitterseld war der Erfolg überraschend. 
Wird aber das Gemeindegrnndeigentum zur Herstellung 
von Wohns und Werkstätten gebraucht, so hat die Gemeinde 
in dem Erbbaurecht Es 1012s1017 des Bürgerlichen Ges 
seHbuchsJ die gegebene Rechtsform, welche der Gesamtheit 
das Eigentumsrecht am Boden wahrt und doch der genossen: 
schaftlichen und individuellen Betätigung beim Hausbau freie 
Entfaltung gewährt. Unsere ersten Rechtslehrer, wie die 
Bodenreformer Rudolf Sohm in Leipzig, Ernst Zitelmann 
in Bonn, Paul Ortmann in Erlangen, Heinrich Erman 
in Münster, treten für den Ausbau und die Anwendung 
dieses Rechts ein. 
In Frankfurt a. M. stehen bereits über 1200 Wohns 
ungen auf Erbbauboden. In zahlreichen anderen Städten 
sind Erbbauhäuser errichtet worden. Der Preußische 
Staat hat die ersten Erbbaurechte an Grnndstücken der Dos 
mäne Dahlem bei Berlin bestellt. Auf Deutschem Reichs: 
boden stehen Erbbauhäuser am Kaiser Wilhelm:Kanal, bei 
Wilhelmshaven und Danzig. Namentlich Graf Posadowsky 
hat sich große Verdienste um seine Ausgestaltung erworben, 
und sein Nachfolger von Bethmann:Hollweg hat auf dem 
Stuttgarter Bundestag der Deutschen Bodenreformer am 
21. April 1908 durch seinen Vertreter, den Ministerialdirektor 
Just erklären lassen: 
,,Durchdrungen von der Überzeugung, daß ein zwecks 
mäßig ausgeftaltetes und richtig angewandtes E r b b a u r echt 
ein brauchb are S W erkzeug zu einer wohlverstandenen 
Bodenreform in Deutschland werden kann, hat der Herr
        

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