Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Nationalökonomie
Person:
Damaschke, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-850022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-853171
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Engländern; es zog aber eine größere Anzahl von Vertretern 
der anderen Nationen hinzu. Am I. November legten der 
italienische Revolutionär Mazzini und Karl Marx SaHungss 
entwürfe vor. Der Vorschlag von Marx Wurde angenommen. 
Es heißt darin: 
,,Es steht fest als unumstößliche Wahrheit, daß weder 
die Vervollkommnung der Maschinen, noch die Nuhbarsi 
machung der Wissenschaft für die Industrie: und Agrikulturs 
produktion, weder die Hilfsmittel und Kunstgriffe des Vers 
kehrs, noch neue Kolonien oder Auswanderung, weder die 
Eroberung neuer Märkte, noch der Freihandel oder alle 
diese Dinge zufammengenommen, das Elend der gewerbsis 
tätigen Massen zu beseitigen vermögen, daß vielmehr auf 
der falschen Grundlage des Bestehenden jede frische Ents 
wicklung der schöpferifchen Kraft der Arbeit nur dahin zielt, 
die sozialen Gegensätze zu vertiefen und die sozialen Konflikte 
zu schärfen.U 
Damit wurde die ,,JnternationaleU eine Fortführung des 
alten Kommunistenbundes. Marx wurde ihre Seele, und auf 
den Kongressen in Genf 1866, Laufanne 1867, Brüssel 1868, 
wurde eine Werbearbeit geleistet, die weit über den Kreis der 
angeschlossenen Mitglieder hinaus ging. Diese Zahl war nie: 
mals groß. In ganz Deutschland zählte die ,,JnternationaleU 
niemals 1000 Mitglieder. 
Die Verhältnisse in den einzelnen Ländern lagen aber zu 
verschieden, um von einem Punkte aus erfolgreich beeinflußt 
werden zu können. Schon im Oktober 1866 lehnte der Lons 
doner Gewerkskhaftsrat es ab, der Jnternationalen beizutreten, 
ja sie überhaupt als eine berufene Organisation der Vers 
1nittlung mit den kontinentalen Gewerkschaften anzuerkennen. 
In den romanischen Ländern war der anarchistische Ges 
danke, wie ihn Proudhon und Bakunin verbreitet hatten, 
mächtig geworden.
        

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