Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Nationalökonomie
Person:
Damaschke, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-850022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-852722
239 
direktor Flesche, der den Zug erwartete, mit den Worten: 
,,Rette sich, wer kannlU die Flucht  ein Zeichen, aufiwie: 
viel Verständnis bei den Behörden jeder zu rechnen hatte, 
der für die Errichtung neuer Eisenbahnlinien eintrat. 
Während aber im leHten Postjahr 17000 Menschen von 
Berlin nach Potsdam gefahren waren, fuhren im ersten Eisen: 
b0hUjahre 
664828. 
Wie 
die 
Behörden, 
so 
urteilten 
auch 
die 
Vertreter 
der 
herrschenden Wissenschaft. Medizinische Gutachten erklärten 
eine so schnelle Fahrt, wie sie die Eisenbahnen in Aussicht 
stellten, für höchst gesundheitsschädlich, so daß die Menschen 
zwar Eisenbahnen bauen, aber sie nicht benuHen könnten. 
Andere befürchteten, daß der Dampf die Felder, die man 
durchfahre, unfruchtbar machen würde. Vielfach wurde wissens 
schaftlich bewiesen, daß der Eisenbahnbau für Deutschland eine 
Unmöglichkeit sei, weil der Grund und Boden schon zu teuer 
wäre, und das Kapital und damit auch der ,,LohnfondsU 
Deutschlands zu gering 
hatten andere Bedenken. 
Beispiel: 
sei. Angesehene Nationalökonomen 
List gibt davon ein merkwürdiges 
,,Jn der Zeit, da ich in Leipzig über meine Vorschläge 
zu einer LeipzigssDreSdener Eisenbahn und über mein 
deutsches Eisenbahnsystem von den klugen Leuten noch vers 
spottet ward, ersuchte ich Herrn Pölih CJnhaber von 
Deutschlands erstem politischen LehrstuhlJ um Beistand und 
Gutachteu, worauf er den Bescheid vernehmen ließ; es könne 
jetzt noch garnicht mit Bestimmtheit gesagt werden, wiefern 
dieses Unternehmen nüylich und notwendig sei  denn 
man könne nicht wissen, welche Richtung ins künftige 
der Warenzug nehmest 
zu 
Heute lächeln wir über diese Vorurteile 
denen natürliO noch die weit ausgedehnte 
und Bedenken, 
Agitation aller
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.