Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Nationalökonomie
Person:
Damaschke, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-850022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-850456
er die Mutter Erde zum Zeugen an, daß sie durch ihn von der 
verhaßten Last der Pfandsteine befreit worden sei. Er selbst 
hat durch die Hypothekarreform 5 Talente : 30 000 Mark 
verloren. Für künftige Hypothekenschulden durfte die Person 
des Schuldners und seine Familie nicht mehr als Pfandobjekt 
behandelt, d. h. nicht mehr in Sklaverei verkauft werden. 
Für das Privateigentum am Boden wurde ein Höchst: 
maß gesetzt, über das hinaus niemand besiZen durfte. 
Steuern bedurfte der kleine Staat in Friedenszeiten nicht. 
Da alle Beamten ehrenamtlich tätig waren, so genügten die 
Einkünfte aus Staatsgütern, Gerichtsbußen und Hafenzöllen. 
Die einzige wesentliche Leistung, die der althellenische 
Staat von seinen Bürgern verlangte, war der Kriegsdienst. 
Solon teilte nach dem Ertrage des Bodeneigentums das Volk 
in vier Klassen. Die erste mußte die Kriegsschiffe ausrüsten, 
die zweite den Waffendienst zu Pferde leisten, die dritte die 
schwer bewaffneten Fußsoldaten stellen, die vierte als Matrosen 
oder Schleuderer dienen. 
So segensreich Solons GeseHgebung wirkte, so erfüllte 
sie doch nicht alle Hoffnungen. Ein junger Verwandter des 
GeseHgebers, Pisistratus, trat an die Spitze der Unzusrie: 
denen. Er hatte bei der Reform geholfen und vergeblich 
weiter gedrängt. Mit Hilfe der armen Bergbauern gelang 
es ihm, die Alleinherrschast zu gewinnen. Er machte die 
Laurischen Silberbergwerke zum Eigentum des Staates, dem 
er dadurch eine neue wachsende Einnahmequelle erschloß.  
Pisistratus7 Söhne, die das Recht beugten, wurden gestürzt. 
Aus den zurückgekehrten Adelsgeschlechtern und zwar aus 
dem vornehmsten, dem der Alkmäoniden, erstand Klisthenes, 
dem es gelang, einen Ausbau der solonischen Verfassung in 
volkstümlichem Sinne durchzusehen und den Einfluß der Groß:
        

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