Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Nationalökonomie
Person:
Damaschke, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-850022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-852343
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Der volkswirtschaftliche Mitarbeiter des Brockhausschen 
Lexikons von 1817 folgert nach einer Jnhaltsangabe des 
Smithschen Werkes: 
,,Man sieht, daß die Resultate dieses Systems in den 
Hauptsachen durchaus mit denen des physiokratischen übers 
einkommen.E  
des Brockhausfchen 
Jnhaltsangabe des 
Friedrich List urteilt in seinem ,,Nationalen SystemU: 
,,Smiths Lehre ist von ihren Beziehungen auf die 
nationalen und internationalen Verhältnisse eine bloße Forti 
seHung des physiokratischen Systems.U 
Smith selbst hat von Quesnay gesagt, daß dessen 
physiokratisches System der Wahrheit näher gekommen sei als 
irgend ein anderes, und daß er selbst Quesnay sein Werk 
gewidmet haben würde, wenn dieser die Herausgabe noch 
erlebt hätte. 
In Übereinstimmung mit den Physiokraten lehrt Adam 
Smith im 11. Kapitel seines ersten Buches: 
,,Jn jedem Lande, das einen gewissen Umfang hat, 
bildet der Grund und Boden stets den größten, wichtigsten 
und dauerhaftesten Teil des Reidhtums.H 
Wenn Smith es auch ablehnt, Gewerbetreibende und 
Kaufleute, wie die Physiokraten als ,,c1asse stGri1eH zu be: 
zeichnen, weil sie die Rohftoffe nur verwandelten oder bewegten, 
sie aber nicht vermehrten, fo ist er doch nicht blind gegen die 
einzigartige Stellung der Bearbeiter des Bodens. Wie man 
eine Ehe, die nur einen Sohn und eine Tochter erzeuge, nicht 
unfruchtbar nennen könne, obwohl sie die Bevölkerung nur 
erhalte und nicht vermehre, fo wenig dürfe man die Gewerbe: 
treibenden und Kaufleute unproduktiv nennen: 
,,Aber ebenso wie eine Ehe, welche drei Kinder gibt, 
gewiß produktiver ift, als die, welche nur zwei gibt, ebenso 
ist die Arbeit der Pächter und Landarbeiter sicherlich pros
        

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