Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsche Künstler des neunzehnten Jahrhunderts
Person:
Pecht, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-828800
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3856112
glücklich. Auch daß sie sich an den Wänden des Sockels in 
Flachrelies fortsetzen, was man sehr unu1otivirtgetadelt, wirkt 
im Gegentheil vortrefflich zu einem unvergleichlich reichen und 
glänzenden Ense1n"ble, um uns so recht die Wichtigkeit dessen 
zu zeigen, dessen Gestalt solche gewaltige Träger zu beherr- 
schen, ja fast Vergessen zu lassen vermag. Gerade dies ist aber 
Rauch unvergleichlich gelungen, sein Friedrich ist nicht nur in 
der edelsten Weise frappant ähnlich trotz des sehr geschickt die 
Figur zeigenden Königsmantels, sondern hat auch bei aller 
majestätischen Ruhe doch etwas so Ueberwültigendes, Gebieten- 
des, wie ich keine zweite Herrscher-sigur auf der Welt wüßte. 
Rauch ist der gigantischen Wucht dieser Gestalt in der Ge- 
schichte vollkon11nen gerecht geworden und hat mit diesem herr- 
lichen Monument die deutsche Kunst ebenso um eines ihrer 
weitaus wichtigsten Werke bereichert als sich die Unsterblichkeit 
mit demselben gesichert, ist mit der Höhe der Ausgabe wunder- 
bar gewachsen. 
War damit eigentlich sein Tagewerk vollendet, so folgen 
jetzt nichtsdestoweniger noch eine ganze Reihe Schöpfungen. So 
die Standbilder Gneisenau"(-Z und York? zur Seite Blücher-is, 
wiederum vortrefflich aufgc-faßte und mit aller der gleichmäßi- 
gen Gewissenhaftigkeit und Feinheit des Naturstudiums durch- 
geführte Leistungen, die für ihn wie seine Schule so bezeichnend 
sind und so sehr von aller gleichzeitiger! Malerei der roman- 
tischen wie klassizistischen Schule abstechen. 
An jene Standbilder schlossen sich nun noch Kant und 
Thaer nicht weniger vortrefflich, da sich an diesen großen 
Aufgaben eine ganze Reihe gediegener Künstler unter seiner 
Leitung herangebildet, auf die er sich für die Ausführung in 
feinem Geiste unbedingt verlassen konnte. Unter den vielen
        

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