Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsche Künstler des neunzehnten Jahrhunderts
Person:
Pecht, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-828800
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3855122
Jahre hinaus?-gefchol1en blieb. Takt scheint gewaltig ans ske- 
thels Stimmung zurückgewirkt zu haben, der diese ganze Zeit 
in ewiger C-r1oartnng nnd Unruhe zubr-achte. Cinstweilen n1alte 
er Kaiser Max an der Mai-tinE-wand, den Eintritt Karls V. 
in das Kloster von St. Just, den Sarg Heinrich 1V., die 
Heilung des Lahmer: durch Petrus, und illustrirte sehr viel; 
so besonders machte er vortreffliche Zeichnnngen zum Nibe- 
lnngenlied, für Rotteks Weltgeschichte, zu Cottais Bilderbibel 
n. A. m. 
Dann reist er einmal nach Dresden, wo ihm die Ma- 
donna von S. Sisto einen so starken Eindruck macht, daß er 
kaum mehr etwas Andere-Z sieht. Daß ihm Correggio7s Nacht 
nicht gefiel, zeigt wenigstens, daß er nicht zum Coloristen ge- 
boren war. Ebenso ist er vom Zinsgroschen am wenigsten 
erbaut, Paul Veronese entzückt ihn aber doch. 
Eine Reihe biblischer Compositionen scheinen ihn in den 
Jahren 1842 und 43 hauptsächlich beschäftigt zu haben. So 
ein Jakob, dem die Söhne den blutbefleckten Rock Josephs 
bringen. Der Schmerz ist ebenso edel beim Patriarchen ans- 
gesprochen, als die Arglist energisch bei den Brüdern und 
eine ungewöhnliche Einfachheit und Größe der Form erreicht. 
Sehr schön ist auch der vom Sinai heral1steigende Moses, der 
unten im Thal die Jsraeliten nm"s goldene Kalb tanzen 
sehend in seinem Grimm die GesetzecZtaseln zerschmettert. Hier 
ist besonders die Landsehast prächtig großartig erfunden und 
der zürnende Moses voll ächter Kraft. Auch Josua, Hiob 
aus dem Aschenhausen, Bileam"s Eselin, Absalon am Baume 
hängend und endlich Davids Salbung zum König fallen in 
diese Frankfnrter Zeit und haben große Schönheiten. 
Nunmehr wanderte der zu hohem Ansehen gekommene
        

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