Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
I-Z
Person:
Müller, Hermann Alexander Mothes, Oscar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-828758
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4383082
 Louver 633 grämen 
I-ouveI-. l0uv1-e, s., engl., altengl. 1o0ver,  Rachen vor seinen Jungen stehend (z. B. Glas- 
10ver, cover, femerelI, frz. fun1ere11e, f., ital.  gemälde aus dem 13. Jahrh. in der KathedrgIe 
t'umaio1o, ursprünglich blos Rauchloch, seit dem zu Bourges), was auf die Auferstehung Christi 
11. Jahrh. eingeführt, aber ohne Rauchkanal zu deuten ist, denn Von dem L. Wes!-"d erzählt, daß 
 darunter; meist waren sie er sein Junges, welches die Löwin todt zur Welt 
. mit einem laternenartig bringe, am dritten Tage nach der Geburt durch 
durchbrochenen Ausbau, seinen Hauch belebe. Andererseits ist aber Christus 
  versehen. in Gestalt SiInson!s (s. Simson) der Überwinder 
  Als die eigentlichen Essen des L.n, bes. des brüllenden L.n (1. Petri 5, 8), 
, in Gebrauch kamen, die welcher dann als Prinzip des Bösen, als Teufel 
 an der Wand standen, T, . 
 ;  Sarden die über dekMitte  Wiss.    
s    er caminat-te angebrach- H(  IT.  , ,   
is-!  ten 1ouvres größtentheils   il    ig:LikWmD"  
I  durch Verglasung in La- .-Xiiaiii"4", ist III Iris(  . J,   Ei  
ists ti!ssWilisi-, ternen verwandelt. Ein . W-      l7"ssIl 
IX  W I. vom Jahr 1436 ist auf  W  J"    
   s"lss.5L- dem Lincolnco1Iege in Ox-  iIiIli     
W  sord erhalten; s. Fig. 958.  s;uWs  X 
  (Luffke-   
Fig. MS. l-ouvSH1m.St'  Fig. 959. Lowe. Fig. 960. 
ver-r00t", s., engl., SchalIdach über dem Skha11- erscheint, der nebst Drachen, Basilisk und Natter 
loch. I-0uve1--wind0w, 1o.uvre-win(10w, g., Von ChtiftD UnteV die Füße getteten Wikd; se 
engl., SchalIloch, offenes Fenster eines oberen z- V- An den K0tsf11U"sEheU ThÜten ZU NOiVgOtVd 
Thuxmgeskhgsses, und am Portal des Doms zu Amiens.  Von 
10W, a(1j., engl., niedrig; 10w I-e1iek. s., Bas- Vielen Heiligen tagt die Legende- daß sie- den L-U 
-:-tief; 10wek breite, s. It--ice I. u. Band 2.; 10w vorgewvrsen- von diesen verschont, seltener dagegen, 
I-o0ke(1, at1j., mit niedrigem Dach. daß sie von ihnen zerrissen worden,lehteres z.B.von 
käme, m,, I, (JkpU,); der L, wird im  Jgnatius1., oder daß die L.n ihre Wildheit abgelegt 
bald ornamental, bald naturalistisch behandelt u. und mit den Heiligen friedlich gelebt haben, z.V. 
verschieden gedeutet. Zunächst als König der v. Abdon, Gerafimus, Hieronymus, Johannes dem 
Thiere und Sinnbild der Stärke, daher Symbol Einsiedler 2c. Vgl. Heider, Thie1:symbolik und das 
Christi als des Löwen vom Stamm Juba (Offenb. Symbol des Löwen 1849.  L. (Her.) Als sehr 
Joh. 5,5 u. 1. Mos. 49, 9). Jn diesem Sinn häufig vorkom1nendes Wappenbild ist die Stel- 
schläft auch bisweilen der L. zu den Füßen des lung des L.n gewöhnlich aufrecht, frz. u. engl. kam- 
Christkindes. S. auch Evangelistenthiere u. Petrus p8I1t- der KVpf in iikteTet Zeit etWgs zUgeiPiSt- 
(aksSimson) imA::t.Apdste1. Sehr häufig ist der L. später mehr rund- der Rachen geöffnet- mit ausge- 
am Eingang der Kirchen angebracht, entweder über sc)kggenet (i- V-) Zunge- die Zähne siek)tbgt- de! 
den Kira)thüken oder unter den Säulen des Poe- Körper schlank- besonders unten sehr mager- in 
tals, als Wächter des Gotteshause; (Jes.21,8), der gothifchen Zeit mehr stilisirt und schlanker 
etwa wie im Acterthum die 2 L.n über dem (Fig.959), in der Renaissancezeit etwa nach Fig- 
Thor von Mykenä und 20 L.r1 gis Wächter 827, noch später wieder ungetnein dünn in den 
des Mausoleums in Halikarnaß. Jn demselben Weichen- die PWnken ZU Drei Ballen in Form 
Sinn häufig am Fuß der Throusessek, als deren eines Kleeblatte-Z umgestaltet, der Schweif von 
Urbild derTh:ou Saromo-s (1. Kett. to, 19. 2o) unten an anfgebvgen- in der älteren Zeit fast 
mit seinen 2 L.kt -tu der Lehne und den 12 L.n ornarnental behandelt- später nur mit einzelnen 
auf den Stufen gilt. Die letzteren erscheinen !1UsWi7ttts gerichteten ViiseheIU- VVM 15- Jgk)kk)- 
ost an christlichen Thronstühlen, wo sie dann Un häufig gespalten gis DVpPeIic)Weif- EVkOMInt 
die Apostel bedeuten. Auch km beiden Seiten  auch stehend vor (engl. 1i0n stete11t)- sowie zum 
des Sessels der thronenden Mado11na (s. d.)  AUgkiff gesc)ict(00Uke-11t)- Jst et schreitend dek- 
mit dem Kind je 7 L.n, als Andeutung der gestellt, mit dem Gesicht seitwärts- il) heißt et 
14 Glieder, durch welOe nach Matth. 1, 17 leopardirt,frz.1eopardt5, engl.passant. Fig. 960; 
Christus vom Stamm Juda abstammt. So in engt-  ist : LeVPgVd- S- 
der Malerei der Chornische des Klosters Neuwerk  auch di engL e0W1"(i-  -s-J 
in Goslar. Häufig erscheint ein L. mit offenem Löwen, Stadt. Patron ist Petrus, Apostel; 
Müller-Muthes, Arch. Wörterl1. 8()
        

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