Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
I-Z
Person:
Müller, Hermann Alexander Mothes, Oscar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-828758
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4385756
Hauche! 900 F-neu-, Hi. 
Hochtnuth; Widderhörner: Kampfbereitschaft.  Dach die caritas quae operit mu1titu(1jnem perm- 
Ebenso reich u. mannichfach ist die Pslanzensym- torum und dergl. spielende Deutungen mehr. S. 
bvlil. Es bedeuten z. B.: Gras u. Heu die Ver- auch Farbe Z. u. Zahlensymbolik.  
gänglichkeit des Fleisches; Heu auch Sündhastig- symi)01u111, n., lat., griech. o-J-t[2oxo-, 1.Merk- 
keit; Ceder vergängliche Schönheit; Weizen u. Un- mal, Symbol;  2. oder Symbol-3., t". : eina- 
kraut, Olbaum u. Oleaster, Fruchtbaum u. Dürr- rium, pyxis;  3. Feldzeichen, Fahne;  4. das 
 baum sind bekannt. Der fruchtbare, aufden wilden apoftolische S., engl. the Ap0stles cree(1, od. das 
Baum gepfropft, deutet auf das Verhältnis; des apoftolische Credo; dessen Darstell. s. Apostel S. 7l. 
C-hristenthums zum Judenthum, ein gebrochener Syn1met1-je, f., frz.sym6trie,  engl.s)"m- 
Baum auf das Judenthum, Weinstock u. 1lltne auf  heißt in einem Kunstwerk das Gleichmaaß 
den Armen u. Reichen; s. auch die Art. Aaronsstab, für zwei gegenüber liegende Punkte von einem 
Eiche, Granate, Lilie, Palme, Weinstock re. Weiteres Mittelpunkt od. einer Linie aus. Ein symmetrisch 
f. in Muthes!  Art. StJmbolik. gebildeter Körper zerfällt also durch eine gezogene 
Eine von den Archäologen sehr verschieden be- Mittellinie in zwei einander gleiche Hälften. Ja 
antwortete Frage ist die nach der symbolischen Be- der Bauknnst des  ist die S. nie soweit ge- 
deutung der einzelnen kirchlichen Bauformen. Daß trieben worden, daß sie die Zweckmäßigkeit und 
die Kreuzf.orm des Grundrisses, zwar in dem Ba- Wahrheit, und damit die wirkliche Schönheit ver- 
silika-Querschiff unabsichtlich vorgebildet, dann aber letzte, wol aber ist dies in der Renaissance sehr 
bei ihrer deutlichen Ausgestaltung durch das Kreuz- oft geschehen. S. auch Eurythmie u. raceorc1ement. 
schiss sehr schnell symbolisch gedeutet worden ist, läßt SympljorinnUg, Si., 1. Märtyrer in Autun. 
sich aus der großen Vorliebe damaliger Zeit für unter Anrelian, da er einen heidnisihen F-estzng 
jedes, und bes. für dieses S. ziemlich sicher an- nicht durch Niederknieen begrüßte, gegeis3elt und 
nehmen, zumal da zwar die Anordnung eines enthauptet; Tag 22. Aug;  2. s. im Art. Stein 
Querschisses, nicht aber des vorstehenden Kreuz- messen, die gekrönten. 
schisfes wirkliches Bedürfnis; war und die Kreuz- Sl1mpl1o1'Ust1, St, Gattin des h. Getulius, 
gestalt der Kirche bei vorspringendem Qnerschisf mit Rnthen gegeißelt, an den Haaren aufgehängt 
nicht blos im Grundriß, sondern auch an der ( u. mit einem Stein beschwert in einen Fluß ge- 
nseithin sichtbaren Firstlinie zum Vorschein kommt, warfen. Tag 18. Juli. 
da ferner bereits Eusel)ius (f 340) nicht nur bei  ,S"ys1kIgoge, l., sranz. syuugogne,  I. das 
der Einweihung der Kirche von Tt)rus das Be- personifizirte Judenthnm; Darstellung desselben s. 
wußtsein von der Symbolik der Banformen vor- Kirche 1.  2. Aus dem  sind einige S.n 
aus-zusetzen scheint, sondern auch in der Beschrei- erhalten, so die Altschul in Prag, eine in To- 
bung der Kirche des heil. Grabes zu Jerusalem ledo, zwei in Segovia re. 
(de vit-. (?onst. 3, 38) die Zwölszahl der die Kuppel syI1axa-ria., f., lat., frz. syns-xa,i1-e, m., li- 
tragenden Säulen auf die Zahl der Apostel be- turgisthes Buch der griech. Kirche, enthaltend einen 
zieht. Viel weiter gingen die Schriftsteller des , Auszug aus dem Leben der Heiligen. 
8.-14. Jahrh., indem sie allen einzelnen Theilen synaxis,  lat., Gottesdienft, bei den griech. 
des Kirchengebäudes vom Grundstein bis zum Kirchenvätern  bes. für die Feier des 
Wetterhahn symbolischen Sinn unterlegten. Dabei Abek1dmahIs. 
knüpften sie zugleich typisch oder vorbildlich die SyukIktikg, St,, vertheilte ihre Habe unter 
Symbolik des Kirchenbaues an die Beschreibung der die Armen, wurde Einsiedlerin unter Eonstantin 
mofaischen Stiftshütte und des Tempels zu Jerusa- d. Gr.; als solche darzustellen, neben ihr eine 
lem. Daß der christliche Kirchenbau mit Bewußt- Geißel. Tag 5. Jan. 
sein u. Absicht dem Vorbild des jüdischen Heilig- syn(1aoUm, u., lat. : cenda1u1n. 
thums nachgebildet worden sei, läßt sich wenig- sy11(I01l, m., lat. : sind011. 
steus nicht beweisen; noch wenige: stiehha1tig ist die .Synelidoche, f.. Wqudschequk neben dem An-er 
moderne, nur in einzelnen Theilen uralte, spielende zu Aufbewahrung der geweihten Hostie, also : 
Mystik, welche unter Anderem annimmt, daß das Sakramentshaus. 
Kirchengebäude den gekreuzigten, nach Westen syU8kgium, n., lat., griech.  his- 
schauenden Erlöser darstellt, daß die oft nach Norden weilen für Kloster. 
abweichende Liingenaxe der Kirche das nach rechts syph0I1, n1., lat., K-elchröhrchen. 
geneigte Haupt des Heilandes andeutet, daß die syk1113,, k1,, gkiek-h,  Skhkeppkkkid, 
beiden Westthürme die Nägel bezeichnen, mit denen ZU-us, St,, Bischof in PqViq (im 1, Jghkh),, 
die Füße des Gekreuzigten angenagelt seien, das erweckt einen Todten. Tag 12. Sept.
        

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