Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
I-Z
Person:
Müller, Hermann Alexander Mothes, Oscar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-828758
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4384944
   
oft fälschlich für eine Ruthe gehalten), links ein ältesten christlichen Kunst, in Malereien der Knie; 
 od. die Buchstaben A u. O; komben u. auf Sarkopl)agen Gegenstand der Dar- 
seine Füße ruhen auf der Weltkugel (Jef. 66, 1), od. stelIung wegen seiner symbolifchen Bedeutung. 
er hält die Weltkugel in der Hand; eine fc)on auf Christus und die Frau stehen zu beiden Seiten 
alten Elsenbeinreliefs und in Miniaturen häufige eines Ziehbrunnens, Ersterer die Hand ausstreckend 
Darstellung (auf dem Diptt)chon des Tntilo, Fig. und redend. "Häufig in größeren Bildereyklen 
426, von symbolifchen Gestalten umgeben), nachher aus dem Leben Christi, erst im späteren  
häufig bei deutschen und niederländischen Malern bisweilen als Einzelscene, meist als einfache Be- 
d.es 15. Jahrh. gebenheit nach der Erzählung Joh. 4, 5 ss., oder 
sa1vatorjum, n., lat., eig. Fischteich, bis- als Gegenstüet des Noli me tangere, z. B. von 
weilen für Kloster. Garosalo im Palast Sciarra in Rom, Filippino 
.SulI1atot-Orden, m., frz. orclre du St. Sau- Lippi und Ann. Caracci; von Lukas Cranach im 
veur, gestiftet 1118 in Spanien zum Schutz gegen Mus. zu Leipzig, 1nit den Aposteln im Hintergrund. 
die Mauren. Tracht: weißer Mantel mit rothem sa.11larI"a,  lat. : Sanbenito. 
Ankerkreuz. sa,mb110a, f., lat., frz. saml)ue, f., I. Damen- 
sS.lvieta, f.. lat. (in Sachsen auch Salvete, sanfte;  2. bisweilen auch Bischofs-ftab, vergl. 
 Serviette, TelIertuch. c-xmbuc-i;  Z. Sturmlciter von Stricen;  4. 
SlllUiUs, St, frz. St. Salve, Bischof von ein von Pferden getragener Sturmbalken. 
Amiens um 614, erbaute die 881 von den Not- SamklIlllig, f-- KOI1gkE9UliVI1 Von MöUc)EU 
mannen in Brand gefteckte Kirche N. D. des oder Nonnen, auch für weltliche Brüderschaften u. 
Martyrs (jeyige Kathedrale). Reliefs aus seinem Jnnungen gebraucht. 
Leben im Chor derselben, wie er predigt, wie ein  n., sanlitus,  exa- 
himmlischer Strahl ihm das Grab feines Vor- mitu1u, lat., altfrz.san1et, samt-c, Sammet, schon 
gängers St. Firminus zeigt, wie seine Überreste um 500 v.denByzantinern gewebt, im 11.Jahrh.im 
aufgefunden und transferirt werden. Tag 11. Jan. Occident bekannt geworden, vom 12. Jahrh. an sehr 
,ZqfzhUk-g. Pater-ne: St. Maria, Chrysauthus, beliebt u. nun auch in Genua n. Siena, dann in 
Darin, Johannes d. T., Martinus, Michael, Rade- Utrecht fabrizirt. Der Utrechter war langhaarig, 
gunde, Rupertus, Vincenti1cs, Birgilius, Vitali-T.  etwa das, was wir jetzt Pe1ucl1e od. Plüsch nennen. 
.SalZfaß, 11., frz. sa1ioZ-re, engl. sn1t-b0x, Salt- SlIi11glIl", der Ri(I)ter Voll Jfrael (Richt. Z, 31), 
c011-is, rat.  s21x2kium, s-21s2k.2, die auf der  welcher die Philister schlug u- Israel erlöste, im 
Tafel befindlichen Salzbehälter, waren gewöhnlich --HClI!3iPFeSe1" Vorbild der Macht Ck)klfkl- del? seine 
bedeckt, sogar mit einem Schlüssel versehen, meist  Feinde zu Boden streckt. 
zie1nliih groß, inGold od.Silber ausgefiihrt,häufig  sall1iaIl Ware,  engl., Samische Töpfer- 
auf-Rädern ruhend,um den Tischgäften leichter zu- Maule Aus den Zeiten der Römer, häufig it! 
geführt zu werden. Daneben hatte man auch klei- England gefI111de1l. 
nere Salzbel)älter aus gebranntem Thon, später saII111a., 12. lat., Steigbügel. 
aus Porzellan. Die ältesten vorhandenen reichen St!-I11p1S, s-. engl., Muster, Modell. 
bis ins 1Z. Jahrh. hinauf, z. B. ein zinnernes  SlIUlpsIJlI,  1. Arzt und Krankenpsleger, 
im Musee de Clunl), mit einer Darstellung der  heilte UUlI) dCl1KAifEVJUflkIlk(1lI Voll EkUSVsc)WeVeU 
Verkündigung auf dem Deckel. Das bekannteste  Kk(1l1khE"Ek- 'i" 541- Tag 27- JUUl-  Z-Bischof 
ist das goldene S. von Benvenuto Cellini im  El! de! VVMIk111E- VETlkiEks DUVCkl G8V8tSThklMgeU, 
Müuz- U, AntikeH-KqhiHet zu Wien, Sakzfässek heilte einen Blinden. Als auf Anstiften der Ge- 
wurden auch in der lat. Kirche bei der Taufe lUUhUU ChlldEVSkt"s ihm bei Einem Fest VSlgifle- 
(mit Bezug auf 2. Kön. 2. 20, 21) gebraucht. M Wein AEVeic)k WUVdS- zersprang das Glas M 
sama-r(-) oder se111nsHI-, s., engl., Art weiter des Dieners Händen u. verwundete ihn. Soll120 
Frauenjacke mit kurzen Armeln. Jahre alt im J. 560 gestorben sein. Tag 28. Juli. 
.Sqmq1"itr1", der barmherzige, frz. le h-m Ha- SlU1lllkl, der Priester u. Propbet; seine Ge- 
maritain, engl. the g00(1samarit-an, Darstellung burt von der zuvor kinderloscn Hanna, seine Be- 
des Gleichnisses Luc. 10. 30 sf., gewöhnlich so, rnsung nnd sein Vorzug vor den Söhnen Eli7s, 
daß der Sau1ariter den Verwundeten verbindet des Hoheupriefters, bisweilen vorbildlich erklärt 
u. pflegt. So von Jacopo Vassano in der Nu- fiir die Bevorzugung der Heiden vor den Juden. 
tional-Gall. zu London und wiederholt im Berl. Jn der Kunst findet sich fast nur seine Einführung 
Mus., von Paul Veronese im Mus. zu Dresden in den Tempel dUVch Eli; in der Bibel von St. 
u. von Aldegrever in 4 Sceneu behandelt. Paul auch die Geburt San1uel7s u. der Fall des 
Samariterin am Brunnen, frz. Ia sama- Eli (1. S-im. 4, 18). Tag 20. Aug. 
I-itaine, engl.the wem-in of Samnrja, schon in der SlIUbcUiw UPUU-)- kVVVUMPiVt Alls sit-Cl) 
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