Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
I-Z
Person:
Müller, Hermann Alexander Mothes, Oscar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-828758
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4384921
Das etwaige Gitterwerk desselben soll mit Leder od. 
festem, dirhtem Seidenstoff hinterlegt sein. Der 
Schlüssel soll vergoldet sein u. nie in dieHiinde eines 
    
   
in der oberen Psarrkirche zu Baniberg (um1395), in 
St. SeverininKöln (l878),i1n Münster zu Ulm,27m. 
hoch (um 1469), in der Lorenzkirche in Nürnberg, 
19,2 In. hoch, von Adam Krafst (un1 1496-i50()), 
in der Kilianskirche zu Heilbronn, in der Diony- 
sius-kirche zu Eßlingen, in den Tomen zu Regens- 
barg und Meißen, in Schwabach bei Nürnberg, 
hölzerne in Doberan (11 m. hoch), in Pipping 
bei München, Weißenbach in Tirol 2c., ein bron- 
zenes in Lübeck (1479), ein aus Eisenblech ge- 
triebenes in Feldkirch in Tirol (10 m. hoch, v. 
J. 1520), jeHt als Kanzel benuk;t.  
Slciikisiki,  frz. sao1-istie,  engl. sacrist.y-, 
      
christlicher Zeit lag die S. aus der Si"cdseite, nach 
Unikehrung der Orientirung gewöhnlich an der 
Nordseite neben der Apsis und diente von jeher 
zu Ausbewahrung der heil. Gefäße u. kirchlichen 
Gewänder. Da bei zunehmendem Reichthuin aus  
diesem Vorrath ein Kirchenschah wurde, so wurde 
die S. zugleich zur S(hak3kan1mer, lat. tl1esan- 
1-aria, frz. it-5s0r. altsrz. trcTs0ir, engl. t1-easury,  
    
T!-eskammer (korruinpirt Dresekammer, Trostkam-  
mer) genannt. Da die Priester hier auch ihre  
Gewänder anlegten, so hieß die S. auch Ober-  
kammer, Garvehaus, Gherhus (Vielleicht von gar,  
garven, d. h. zurecht machen, znbereiten), auch 
Gewandhaus, sitz. vestiaire,  c1ress0i1-, 
engl. vestry, revestry, lat. vestiarium, revestia- 
    
ferner hieß sie auch wegen der vielen Sehrä11ke  
     
1nery. ambry, Alnterei; wegen der hier statt- 
findenden Siyungen des Kirchentribuna1s, sowie 
weil hier die Priester die Begrüßungeu n. Mel- 
dungen der Biis3enden, der Tiakonen 2c. entgegen- 
nahmen, hieß die S. auch 1-ecept0rium, salnt-a- 
    
Größere Kirchen haben oft 2 S.e"n mit verschie- 
dener Bestimmung, bes. bei griechischen Kirchen 
hieß dann die südliche Dulapion, Photisterion 
oder Diakonikon u. diente für Akoluthen u. Tin- 
konen, sowie zu Aufbewahrung von Kohle, Weih- 
rauch, Kerzen 2c., während die nördlirhe lPros- 
komide) von den Priestern benuHt ward. Ähnlich 
z. B. in der Nikolaikirche in Jüterbogk, Sebaldus- 
kirche in Nürnberg 2c. Zu den Abtheilungen der 
S. gehörten auch sacmrium, pnstnphoriimi etc. 
Jn Niedcri(1chsen kommt der Name Zither, Sitere, 
Müller-Mothes, Arch. Wörterb. 
J ganz. Dann war das Gebäude bei seiner Errichtung 
 nicht Kirche, sondern nur Kapelle.   
 Salz, f., lat., I. Saal;  2. größeres Haus, 
Palast;  Z.  c101nit1ic-a. Gotteshaus; S. pu- 
blic-a, Gerichtshaus. 
sit-1a(1e, f., franz., engl. Winde, sa.1ett, lat. 
s8.la,(1a,  Schaller, s. Hel1n S. 514. 
 saIs.(IiI1e, f.. srz., Art Waffenrork d. 12. Jahrh. 
    
same, lebte im -1.Jahrh., immer schweigend, in einer 
Hütte mit vermauertem Eingang. Tag 23. Jan. 
.S'alamaucq. Patrone sind St. Cos1nas u. 
Damianus. 
 Sql[Icnbjjkl)fk, f., Salbölgefiif;, n., s. d. Art. 
Olgefäß, Altargefäße, Ampel sc. Ein Sachen- 
gesäfz ist Attribut der drei oder vier Mt)rrl)o- 
phoren und des Joseph von Arimatl)ia. 
sA-I(I6b3-, f., lat. : sa1a 2. 
        
 s8.liL-re.  Salzfaß. 
S"ale1-no. Patron ist St. Mikh.:ek. 
SkIIksjtUIk1'ill, f., frz. s0eur de 1a visit-et-i0n, 
engl. Visitandine, Nonne des vom h.Franz v.Sales 
I618 gestifteten Ordens der Heimsuchung Maria fiir 
die Pflege der Kranken. Tracht: schwarz mit silber- 
nem Kreuz an schwarzem Band ans der Brust. 
s3,lgani11m, n., lat., eine Art Oberklcid. 
saIi3., f., litt. : frz. sai1lie. 
salieI1t, a.dj., engl., 1. vorspringi-nd;  kurz,-le, 
ansspringender Winkel;  2. (-8Ier.) ausspringend. 
S-EI.ljs In. (I"0r, 1n., frz., dunkler Goldg1-und. 
sa1iva1"is,  lat., Mundstiick, Knebel oder 
Stangen nebst Schauntkctte des Pferdegebisse-"-. 
Sa-IiVa1"jl1m, u.. lat., 1. GeiferliitzilJen der 
Kinder, frz. have-tte;  2. Tellertuch, f.sali"jeta. 
sa1lS,  sranz., Saal, Palas (der Burg); s. 
l)zis.so. Saal im Erdgeschoß; .s. baute. Saal im 
Ol1erm-schoß; s. capitu1airc. s. du ci1apjt-re, Ka- 
pitelsaal; s. de 1)aume, ValIspielsaal, Balll)aus. 
sa.1leia. via, allein,  lat., Gallerie, Allen. 
sa,1ly, s.,  vorspringendes Valkenende; 
 A1lsfaIIthor. 
Sq1o1Uk, 1. s. Maria Salon1e. Tag 22. Okt. 
 2. Jungfrau u. Nonne in Altaic) im 9. Jahrh., 
die auf ihr Gebet blind wurde, um den Bewer- 
bungen der Männer zu entgehen. Tag 29. Juni. 
Sqlomo, engl.  sowol wegen feiner 
Weisheit als wegen des Tempelbaues Vorbild 
 Christi, als Aufbauer-Z der Kirche. Die Weisheit 
spricht sich bes. aus: 1. im salomonischen Urtheil 
betr. der beiden Kinder U. ihrer Mütter (1. Kön. 3), 
das, in der Ar1nenbibel zum Vorbild de-I Jüngsten 
Gerichts gemacht, zwar schon hin u.wieder im frühen 
 vorkommt, z. B. Elfenbeinrelief des 9. Jahrh. 
u. Bibel von St. Paul in Rom, wo S. auch aus 
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