Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
I-Z
Person:
Müller, Hermann Alexander Mothes, Oscar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-828758
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4383405
2Uauerwetk 665 Znanritius, Hi. 
Bronze- u. Eisenzeit bekannte Trocenmauer, od. stellen mit einem Crucifix vor sich. Tag Z. Mai.  
Dahlmauer, kalte Mauer, Steinpackung, franz. 2. Jungfrau zu Trot)es in Frankreich, im 9. Jahrh., 
m111eau. pierr6e, per:-es, engl. (iry sto1-e wa11, c1ry darzustellenKirchengewänder nähend. Tag 21.Sept. 
Wall, lat. m-).oeria, zu untergeordneten Zwecken. -LUclUl'kliUH, St, Bischof VIII Ferrara im 
C. Gothischer V. Mit der Reduzirung der  7. Jahrh., wurde enthauptet. Tag 7. Mai. 
Mauermassen in der Gothik vertrug sich nur sehr .jlElaurilius, St. (Audeg2vensis),Zrgciugdes 
rationeller Verband. 0pus mix-cum, opus ineer- h. Martinus v. Tours, Bischof von Angers, -s- um 
tum u. Füllmauer verschwinden daher sehr bald. 410; über ihm eine Tau-be, während ihn der heil. 
16. Der Hausteinverband, lat. opus quadratum, Martin segnet; od". mit einem Fisch, der den Kirchen- 
engl. usi11aring, free-st0ne-work, bildete sich so schlÜfsel im Maul trägt, denn, als er aus seinem 
mannic)fach aus, daß nicht einmal die sub A. 4. Bisthum heimlich nach England entfloh, fiel der 
-r-c aufgezählten Arten genügten. Besondere Kirchenschliissel ins Meer; da fuhren die Bewohner 
Namen für diese mannichfachen Verbände der Gothik von Angers ihm nach, und ein Fisch brachte ihnen 
sind uns nicht erhalten.  17. Der Ziegelverband, den Schlüssel in ihr Schiff. Tag 13. Sept. 
Backsteinverband, srz. apparei1 en briqae. engl. maUriskher Stil, m., frz. sty1e mauresque, 
brjok-wa11, erfuhr schon in friihester Zeit der m0resgue, engl. moorish sty1e, der Stil der mu- 
Gothik hohe Ausbildung, sank aber im 15.Jahrh. hamedanischen Bauten Spaniens, entstand aus 
von solcher Höhe schnell herab. Man unterscheidet: dem arabischen Stil durch Hinzutreten normanni- 
a) Blockverband, frz. 1iajson -rng1aise, -pparei1 scl)er und spätromanischer Formen, u. hatte auch 
dir ang1aise, engl. bl0c1c-bon(1, old eng-1ish b0nd, auf die Gothik Spaniens vielen EinHuß. S. d. Art. 
Fig. 989, erscheint in England schon im 12. Jahrh., Mozarabisch. Da aber die Formen des mauri- 
in Deutschland gleichzeitig, in Frankreich kurz schen Stils uns hier nicht direkt besihäftigenkönnen, 
nachher. d) Kreuzverband, frz. 1i-its-on cr0is6e, verweisen wir für das Nähere auf Mothes"  
a. it croisette8, engl. cross-b0nd, f. Fig. 990 R, ,;!UqUkitiUg,  der h. MoriH, Anführer des; 
erscheint im 11. Jahrh. in Venedig u. Bologna, sog. thebaischen Legion (Krieger aus Theben in 
im 12. Jahrh. in Deutschland und Frankreich. Ägt)pten), welche ums J. 286 auf Befehl des 
o) Stromverband, Festungsverband, franz. a. en Maximinus gegen die Gallier zog. Am Genfer 
-Zpi wache, s. Fig. 990 bei E, erscheint in Deutsch- See sollte den Göttern ein großes Opfer darge- 
land im 12. Jahrh. d) Polnischer od. gothischer bracht werden, um den Sieg zu erringen. Da 
Verband, srz. a. g0t11iqne, po1onais, engl. header weigerte sich jene großentheils aus Christen be- 
and stretcher-bona; in jeder Schicht liegen Bin-  stehende Legion, daran Theil zu nehmen, u. zog 
der u. Läuser, sonst aber kann der Verband ver-  nach Aganum (jeht St. Maurice), woraus der 
schieden sein, s. z. B. Fig. 991; kommt in Deutsch- Kaiser die Legion sammt ihren Anführern Can- 
land schon im 11. Jahrh. vor. e) Holländischer didus, Exuperius, M., Victor 2c. theils durch 
Verband, srz. a. tiamancJi, engl. t1emish, dutcl1b., Pfeile erschießen, theils aushängen oder enthaup- 
Die erste, dritte, fünfte re. Schicht sind Binder- ten ließ; unter LeHteren befand sich St. M. Einige, 
schichten, die andern nach dem polnischen Verband darunter auch St. Gereon, erreichten zwar Köln, 
hergestellt, s. Fig. 992; er löst in Deutschland den wo sie aber doch noch den Märtyrertod starben. 
polnischen Verband ab u. wird dann durch Block- M. wird gewöhnlich dargestellt als römischer 
verband und Kreuzverband verdrängt.  Krieger mit Fahne in der einen, Palme in der 
-'!UUllcklVkl"k, Gemiiuer, n., frz. ouvrage de andern Hand, auch wol auf der Brust mit dem 
 murage, murai1lement, engl. ma- breiten rothen Kreuz des Sardinischen St. Morih- 
.sonry, muring, walling, Gesammtheit aller zu ordens; in altdeutschen Bildern bisweilen als 
einem Bauwerk gehörigen Mauern.  Mohr mit Andeutung des afrikan. Ursprungs. 
jlUqUetzqkke, f., s. v. w. Zinnenzahn. Auf einem Bild der Pinakothek in München (an- 
.-MqUerzcUg,m., Manerspeise, f. : Mörtel. geblich von M. Heemskerk) trägt er schwarze 
,j.Uquerziegel, m., s. d. Art. Baustein. Rüstung, rothen Mantel, auf Schild und Fahne 
Ma.11I, s., engl., Stock mit bleiernem Knopf, den österreichischen Adler.  Vom Martyrium 
als Streitkolben schon zur Zeit der Normannen der ganzen Legion finden sich nur unbedeutende 
gebraucht; man!-stick, Malstock (der Maler). Darstellungen. Patron von Sardinien, Savot)en, 
1iIa.1111(-II, n1a-un(-he, s., engl.  Ärmel. Magdeburg, Halle, Goslar, Koburg,Taucha, Nan- 
.iUUUl'tI, St, I. Gattin des Timotheus, terre, Angers, Vienne u. Mantua; Schuhheiliger 
Vorlesers zu Perope in Thebais; mit diesem unter gegen P-odagra. Seine Statue in der St. Morih- 
Diocletian und Maximian gemartert, u. A. der kirche zu Halle, aus dem J. 1411 von Konrad 
Finger beraubt, in siedendes Wasser getaucht 2c., von Eimbeck, trägt nach dem Kostüm der Zeit 
endlich mit Titnotheus 305 gekreuzigt. Darzu- Schellen am Gürtel (Schellenmorih)- weil er der 
Müller-Muthes, Llrch. Wörterb. 84
        

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