Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A-H
Person:
Müller, Hermann Alexander Mothes, Oscar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-828749
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4381664
-Heim 516 Damhirsch 
u. hinten aufgebogenem n. zugespiHtem Rand, denen Kolbenhelm en fa0e mit 6 aufrechten Span- 
das Gesicht frei lassend (Fig. 674). Eine kleinere gen ohne O.uerstangen, Herzogen und Marquis 
Art dieses morion hatte keinen Kamm, einen kleinen einen dgl. von Stahl mit 5 goldenen Spangen, 
flachen Rand nnd auf der Spitze des Kopfes oft dem Earl, Viscount u. Baron einen silbernen H. 
eine sporenartige KralIe; der Virnenhelm, frz. ca- mit Gold garnirt im Profit mit 10 Stahlspangen, 
hassen engl. pearcas1c, mit spiHem, oben birnen- von denen also 5 sichtbar sind, dem Baronet u. 
förmig geschtoeiftem Kopf, ohne Kamm, und mit Knight einen Stahlh. mit Silberbeschläge en 
ähnlichem Rand wie der 1n0rion (Fig. 675 u. 676).  f-ice mit offenem Visir, so daß das rothe Futter 
2. Helm, als wichtiges Nebenstück des Wap-  sichtbar wird. Der Esquire u. Gentleman erhält 
pens, frz. tin1bre, hat in der deutschen Heraldik  einen Stahlhelm in Profit 1nitgeschlosse11emVisir. 
bes. drei Hauptsormen: ei. Topfhelm od. Kiibelhelm In der französischen Heraldik haben Souveraine 
(13. n. 14. Jahrh.), ein gesihlossener H., in älterer  damascirten goldenen offenen Visirhelni en t"-ice, 
Form (s. oben Topfhelm) klein, oben platt, nur  nicht souveräne Fürsten, Herzoge u. Marquis so- 
den Kopf umschließend (Fig. 677), in späterer  wie einige Großkronbeamte damascirten silbernen 
Form oben gewölbt u. bis auf die Schulter herab- Kolbenhelm en face mit 11 Bügeln in Gold 
reichend (Fig. 657). b. Stekhhelm, engl. tilting- (n. A. Herzoge 11, Marquise 9 Bügel), Grafen, 
he1met, oder eigentlicher Vicomtes u. Vidames silbernen Kolbenhelm in 
 Turnierhelm, s. ob. Fig. 655, zwei Drittel Prosil mit 9 Goldbügeln (n. A. 7 
 D wird heraldisch meist nach Biigel), Barone ebenso, aber init 7 (n. A. mit 5) 
  Fig. 678 u. 679 dargestellt; Biigeln, alte Edelleute, die zugleich Ritter od.Hos- 
  dabei übersehe man nicht, beamte waren, Stahlhelm in Halb-Profit mit Sil- 
  " berrand n. b (n. A. nur Z) Bügeln, Edelleute mit 
E ;    3 Ahnen Visirhelm in Profit mit ausgeschlagenem 
 es    Visir u. Nasenstück nnd niedergelassenem Helm- 
     fenster mit Z Bügeln, etwa wie Fig. 669, Neu- 
s is     H    geadelte ebenso, aber mit halbgeöfsnetem Nasenstück 
  I    und Helmfenster. Unehelic)e geschlossenen Heim, 
(-H     nach links gekehrt, während alle früheren nach 
      rechts gekehrt sind. i-s. -s.i 
   Z. Helm, m., Helmdacl;, n., sranz. litt-ehe, 
   XI- spie!-, aiguille, pyramide, engl. Spire, br0ach, 
    lat. spitzt, helmus (pinnaculum ist nur ein ganz 
"l-  kleines Helmdächlein, f. Fiale), tm-ri1e; Pyrami- 
Fig. s79. Hex. Sees:-heim. Fig. s80. Her. SpcmgenheIm. dates Thurmdach, kann aus Holz konstruirt und 
daß der Untertheil vorn eine scharfe Kante mit Schiefer oder Metall gedeckt oder in Stein 
hat. Vgl. auch Fig. 681. c. Spcmgeuhc1m od. aufgeführt sein. Letzteres war im romanischen u. 
Kolbenturnierhelm (15. Jahrh.), engl. auch j0u- frühgothischen Styl meist massiv, später meist 
sting-helmet, 0pen faoe(i h., gratec1 h., genannt durchbrochen. Dieser durchbrochene H. hat sich 
(s. Fig. 672), in heraldifcher Darstellung Fig. am schönsten in der deutschen Gothik entwickelt. 
680. Die deutsche Heraidik neuer Zeit theilt die (Freiburg- EßlingeU- Straßburg 2c.) S. d. Art. 
H. in offene od. Turnierhelme u. geschlossene od. GskkJiic) Und Figs S02-  NähMs über die Vet- 
Stec)helme. Der offene H. ist entweder ganz offen scASdeUCU GEfkUkkUUAEU dCV H- is im Akt- THUM1- 
(mit gehobenem Vifir) oder mit Bügeln versehen daCk)- Vgl- TUTTI Akt- spi1"e-light.  
(Rosthelm), der geschlossene hat nur Augex1schliz 4. Helm, frz. manche, engl. 11elve; Stiel an 
und Athemlöcher. Alle ganz offenen heißen kö- Äxten- BETTLER- HäMMekU- 
nigliche; wo 2 Helme auf dem Schild stehen, er- HklMlIi1ld2, f- (Waff. u.Her.), seidne Binde, 
scheint der vornehmste rechts, nnd beide sdhaue11 zum Anbinden des Helmwulstes dienend od. auch 
sich an; bei Z Helmen der vornehmste, in der blos oben um den Hel1n gelegt, s. Sendelbinde. 
Mitte, frz. en fasse, der niedrigste links. Wappen Wut der dazu get1vMMeI1e Stoff breiter, so 
ganz alter Familien erhalten am besten geschlossene wurde sie zur Helmdecke, s. d. 
H. Manche Hexen-ike: werten den- Bürgerlichen 1hetmvrijnne, f-. Ringhaube-frz.camai1. c0i1ke 
nnr gesihlossene, den Adeligen nur offene Helme en mai1le, engl. mail-ca.puchin; Maschenkapuze, 
geben. Aus alten Wappen ist dieser Unterschied welche unter dem Helm (s. d.) getragen wurde 
niihtvbeobachtet. Es führen da sogar Grafen u. und meist mit Leinwand oder Leder gesiittert war; 
Fürsten Stechhelme, Patrizier auch Bügelhelme. f- D- Akt- BVÜM1E U- PMIzeVhSMd- 
Die eugiische Hexe-Idik giebt dem König einen got- helmbusch, m., frz. u. engl. pas-ehe, de:
        

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