Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A-H
Person:
Müller, Hermann Alexander Mothes, Oscar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-828749
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4381217
C)loclienlpiel 471 Glorie 
          
bekg am Lcth, vor Kurzem noch in Fulda U. in rii1m, (-10(1i1erinm, n0larinm, e1aiigorinm, tyn1- 
Augsburg; leHteres jetzt in München, s. Fig. 590. paiiariuni, tympani1e. Da die ältesten Kirchen- 
GlUllik1lsplkl, n., srz. ca:-jI10ii, s0niierie, engl. glocken klein u. leicht waren, so bedurften sie keines 
      
trinirm. Gruppe von abgestimiiiteii, d. h. iiach dem den Kirchen errichtete hölzerne Thürn1e, wie sie in 
 Ton u. damit Norwegen, Mähren 2c. noch  
      - zugleich nach architektur), od. auch in Glockengiebeln (s.  wie 
  X --V  Form u.Größe  sie sich noch in England u. Jtalien auf kleineren 
    verschiedenen  Kirchen finden, oder in Giebelthürmcheii, srz. tou- 
     .    Glocken.  retten de cl0cl1e, engl. hell-tun-ets, ob. endlich in 
--F    se)-X! Schon der h. Dachreitern (s.  Derart mögen auch die 770, 
  Hg"c   H Hieronymus 779, 78() 2c. erwähnten Glockeiithürine zu Rom, 
    (uins J. 400) Fulda, St.Denis 2c. gewesen sein. Wie die erste.n 
"sH - A W  W eriviihnt ein größeren Glocken, so gehörten auch die ersten 
ists     solches, das wirklichen Glockenthürme zu bischöflicheii Kirchen. 
 H)-V     b0mbu1!.m1,l1e- Von Beginn des 11. Jahrh. an finden sich bereits 
L, X   .  stehend aus höhere und fester-e Glockenthürn1e, als die damals 
    -"is eiiieiii Metalle-  noch kleinen Glocken es bedingten. Ver11iiithlich 
   "  Yo, neu Schast mit  also wurden schon diese Kirchthürme nicht blos 
 ils.   H   Nin waagerechteiii  der Glocken wegen errichtet, sondern hatten auch 
MM""    Kreuzbalkeii, eben so sehr den idealen Zweck, ein Zeichen kirch- 
,  H     
 , J  . D  an we1HheUk24 licher Macht zu seiii, wie den praktischen Zweck, 
F1S"790"  Mr Glöekchen uiid  als SchuHwehr gegen die Angrisfe der Barbaren 
12 K1öppei hingen. Zu Karls d. Er. Zeit kannte  und Heiden zu dienen- Darüber s- d- Art- Thurm- 
man bereits mehrere Arten: -si) ein waagerechter   Die Stellung diefek älteren- bald ViekEtkigeI1 
Stab mit daran Fest hM9eHdkn Glossen, die mit  bald runden Glockenth-ürme schwankte sehr; viel- 
dem Hammer angeschlagen wurden; b) das Cym-  sUc) fk0JIdeII fIe gM1z 1fVIIkt; M Jk(1IIeU WITH fe.hk 
b9-Um (s. d.  Vom 11, Jahrg an J.-szge11ux-;  spät, wie z. V. neben den Domen von Venedig, 
  -  r "   d kommen 
gen., mit 18-20 Glockchen, aus dein wol da- "J3lIAz FkIJe11z 2C-- ?IUTk) M DeUkfCkJkUU 
Glo,kem,ad (s-H hewokgjng. C) dasJ;0m1zu1um, sie in dieser Weise, selbst abgesehen von ver- 
bei dem aber an Stelle des Sihastes zwei spiral  
um einander gewundei1e Röhrchen getreten waren, J-OOkf.k1Fc)e zu  Hm F1deUbUkgIfc)EUZ- 
die nebst oben angebraihten Kästen, an denen M eIMgeN PWVIIIzeU zIeMIICh k)AUfIg. Vor- z- V- 
wol die Glocken hingen, die Resonnaiiz bedeutend it! SEhW0beU- Vök)MeU U- Obeksc)IefIeU- Frank- 
vermehrten. Das Ganze wurde aber blos ge-  reich hat Wenige Beispiele dieser Akt AUfz1lWeiseU- 
schüttelt u. blieb bis ins 12. Jahrh. in Gebrauch. England nxhr, z.  in, Evesham (Worcesti;r), 
 Mit der allgemeineren Aiiwendiing gegossener Berkeley ( loucester , Kathedrale in Chicheter 
Glocken wurde die Gestalt der G.e eine ganz (Sussex), Walton (Surrev). AI1MähIiTk) geWaU" 
andere.  Die Glocken wurden reiheiiweise nach der Glockenthurm feste Stellung als östlicher oder 
der Größe ausgehängt uiid durch Hammer zum westlicher Thurm in Verbindung mit der Kirche 
Tönen gebracht, deren Bewegung ursprünglich feIbft Und heißt dU;z1F Kk1"ThthUIsM  V-S ; YtUd) 
mit der Hand, später durch einen mit der Uhr heißt der aus der ierung besindli e a rei er, 
verbundenen Mechanik-mus, noch später auch wol  Wenn. ev du? FLk)0kglOCke eI1tk)äIt- Gk0EkeUtk)UT11I- 
durch das Schlagen einer mit Glockenzügen ver-  lat. pinii-i,  d.-.Art. Chorglocke. 
bundenen Claviatur bewirkt ward. Zu den G.n Weltliche Glockenthurme.fur die Burger- od.Yann- 
gehören auch die Schlagwerke, bei denen eine glocke, c-iinp-in-. dann-i11s, errichtete man seit An- 
Statue (s. d. Art. J:-iqueInart, t0csiii, Peter I-ight- fang des 14. Jahrh. auf Rathhause1:U- ThVVeU Tei- 
fo0t) den Hammer schwingt.  doclölaiäch isolirt, ls.t d. Y;2lrt.l Bergfried.  
GlUckkUIIUl1l, m., frz. c10chet0n, cage de O us- M--  We-  
          
aus Holz oder Eisen- worin die Thuriiiglockeii Gl01F6-  fVz-- F-HkVUes S- Ue D19"- s-LeUUeV- 
qufgehängt sind. Die Konstruktion ist je nach 8P1!UIk7 tt;- si :3V7;2h";3" Nähn di 
Zahl u. Größe der Glocken sehr verschieden. 0I11a,  A  O -  U E  
            
               
        

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