Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A-H
Person:
Müller, Hermann Alexander Mothes, Oscar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-828749
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4380583
       
das Ziiiidloch, srz. treu de 11nniere, engl. t0ucIi- form-Je, engl. riHe, ritt(-d gun, Muskete mit ge 
hole, mit einem kleinen Deckel, um es vor Nüsse zogenem, d. h. spiralförmig gewundenem Lauf, srz. 
zu schützen (Fig. 47,9). Wenn sie von kürzerer can0n rayeZ, engl. rit1ed harret; s. Büdhse 2. 
Form und. für die Reiterei bestimmt war, so hieß 10. Die Srhnapphahnbüihse, srz. fusil Hi obena- 
sie Stntzbuchfe, Brustkanone, srz. poitrin;i1, p6t-ri- pan, engl. sn-iphance, eine deutsche Erfindung aus 
n-il. 2. Die Sihulter-Handkanoiie, aus dem Ende der 2. Hälfte des 16. Jahrh., die noch vermittels 
des 14. Jahi:h., hat einen Schaft mit einem zum des Schwefelkieses das Pulver entzündet (Fiiz. 483), 
Anlegen bestimmten Kolben, frz.erossc, engl.butt- Vorläuferin des Feuersteinsihlosses; also it. der 
end, und das Zündloch an der rechten Seite des Steinschloszflinte, frz. fusil Hi si1ex, arme Ei si1ex, 
Laufes. Beide Arten wurden vermittels einer engl.j1int-1oc1c, fiint-musket-, einer französischen 
lasen Lunte abgefeuert, die mit der Hand an das Erfindung gegen das Jahr 1630, die auch Füsilier- 
Pulver der Pfanne gebracht wurde. Z. Die Hand- muskete heißt, wenn sie ein Bajonnet (s. d.) mit 
kaiione mit Hahn, srz. il s(-rpentin, engl. with einer Dil1e hat, sodaß sie, während das Bajonnet 
g-un-coeli, ohne Feder und Drücker, mit einer am auf dem Laus bleibt, abgeschossen werden kann. 
Hahn befestigten Lunte, erfunden ums J. 1424. 12. Carabinei-, Reiterftuhen, srz. carabjne, mous- 
Sie hieß auch wol F-eldsrhlange, srz. c0u1envrine quet0ns, engl. carbine. lat. chavarinii, nennt man, 
 main, oder, da sie einen an die Brust anzu- etwa seit der Mitte des 16. Jahrh., eine Hand- 
legen-den Kolben hatte, ebenfalls Brustkanoue, srz. feuerwaffe mit kurzem, gezogenem Lauf, nur für 
poitrin-il. 4. Die Handkanone mit Hahn und die Reiterei bestimmt.  
Drücker oder Züngel, srz. (1i2tente, queue, engl. .iYkllkl'3tll1ge, f., s. Kamingeräth. 
t1-iggor, fingen 5. Die Hakenbüchse, Hakebusse, Fe11geI"a., t"eugse1-ja-, f., lat. : d. frz. tangere. 
Arkelmse, der Haken, srz. haquebuse, arquebuse, Pe11iUage, m., keuilles, f. pl., srz., Blatt- 
arquebuse Ei. ei-oc, bisca1"eu, engl. arquebuse, ais- Werk- LF!UbWEkk- 
cubus, haque-but, hag-but, lat. a.r(:hebusii1m, mit F9mUa-Uts- m- P1-- frz-- verbesserter CiftEk- 
HakeU, Drücker und Feder, frz, r9ss0r-H  ,,hjMY zie1iserorden, gestiftet von Jean de la Barriere 
engl. coeli-spring, aus der 2. Hälfte des 15. Jahr- Um 156-5- hatte seit I630 Mehrere Klüfte? in 
hunderts, mit einem etwa 1 m. langen Laufe. FW"kkfIch U-,JtalJe"- Tracht? Weiße K1UkS VhUE 
Sie war die erste, die ein genaueres Zielen ge- SkaPUlI,eV- Um Gurte! us AWßek Weiße? KUpUz9- 
starken. ei. Die Doppeihqkeubiichse, der D-ppcc- F81UU2I"(1s- M- pl- (Her.) :1amhkequi-s, 
hakeii, srz. 11a.quebuse d0u1)le, hat zwei in ek1t- HelFdeEkle1- f  . 
gegengesetzter Richtung vermittels zweier Federn am. 9"  frz'" L das Blatt- F- dF""E19- 
und zweier Drücker niederschlageude Hähne und EYkblatt.." L deW" Wasserblatt; f" de .f0ugere" s" 
eine Länge von 11-Z bis 2 M Sie diente geWöhn- Fisihgratenwerk; f. de refend, aiisgescl)lis3tes Blatt, 
  VertheidigUng der WälIe,  daher auch  aUch.das AkcU"sthUsblc!tt; f.  PhCU- 
Wam,ä.hfe, srz. fusH de rempiM, engl. Wall- tasieblatt, f. naturelle, naturalistisch behandelt.e-J 
pjec,3. Gewöhnlich wurde sie, sowie die einfache Blatt; f.s t0urua11tes, uni einen RuIidstab sich 
Hakenbüchse, auf eine am Ende gabelförmige StüHe, cdIndeUdF Blätter; f.s ei1tkibleZes,  der Gvthik 
srz. k,,ukqujne7 engl. musket,mst, gelegt und. die in einer Hohlkehle stehenden Blatter;  2. f. 
hatte zu diesem Zweck einen Haken. 7. Die deutsche de Mk de cuZ"e 0tc"". Bke[h;  3" f" de..p1acage" 
Radskhloßbüchse, srz. arquebuse ä. much, engl. FotFme.rbxatt-  47 t" dm]e Pulte! F.lUgel" 
w1iee1-l0e1c-but, nach dem 1515 in Nürnberg er- B 9UIP9-; m'- 1"(Mal") auch femne.e" f"" frz"" 
fundenen Radschlos3, srz. pl-itine ä. r0uet, engl. aFxHH1sg"a; 2f" (H7r') Herls7bl,lk1.FttIchn1tt" 
w11ee1-l0ok, genannt, welches das bisherige Lunten-  " s" rz"  e a m" 
     f.,frz. (Bauw.) Anschlag Falz s. d. 
schloß allmählich verdrangte. Es besteht aus einer F  "  ' '  
   n., lat. :i11trum, Filz, daher eine 
stahlernen Scheibe, deren schnelle Umdrehi1ng durch aus Fu machte De enscheide 
         
 , om Hahn fest auf die cheibe gedruckt ,zfkyka, Druidenkugel, s. d. Art. keltische Bau- 
wird, Funken hervorbringt, die das Pulver auf Werke,  
der Pfanne EUkzÜIWEI1 (Fkgs 480)- S- Die MUs- ..iFitIk1'iUH, Sl., t670, darzustellen als Eremit, 
MS- ft33-  Engl- M11s1sOt- lut.1m1s0hetta. mit der Schaufel einen Garten bebauend. Schuh- 
FVUfkk1IIVt MS d1E AVkSbUfE- M1t LUUkeUfc)k0ß- fVz. heiliger der Gärten n. Gartenfrürhte, gegen Hä- 
X2 M?-0hs-I, engl. miitch-l0ek-mus1c0t (Fig. 481), niorrhoiden. Von ihm erhielten die Fiaker deshalb 
Oder Mk RAdsshIOß- fVz. E I"0UOt- engl. wheeI- ihren Namen, weil solche Miethwagen ini J. 1640 
Is)0k-M11sk0t (Flg- 482), aber. viel größerem Ka- zuerst am Hotel St. Fiacre in der Rue St. Martin 
liber,. stets zu gebraucheii mit einer Stüt3gabel. in Paris hielten, das so hieß, weil es mit einem 
9. Die Viichse, srz. c-u-eib1ne, mousquet Ei ba.11e Bild des h. Fiacrius geschmückt war. Tag 30. Aug.
        

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