Bauhaus-Universität Weimar

Wiilderbeskopf  Waldeyer " 46x) 
Walderbeskopf- Berg des .iZuusrücks, s. Erbes- geb.  Okt. 1824, als Eomuiandeur des Regiments 
kopf. [tion (s.  Königin Augusta 30. Oft. 1870 bei Le Bourget ge- 
Wälderfvrination, soviel wie Wealdenfornia- fallen, der zweite, Friedrich, geb. 17. Dez. 1829, 
Waldersee, aus dem Dessauisrhen stamniendes gest. 5. Oft. 1902, war preuß. Generalleutnant, der 
Adelsgesihlecht, das 15. Oft. 1786 in den Preuss. jüngere, Franz, geb. 17. Sept. 1835, gest. 22. Nov. 
Grafenstand erhoben wurde iind hervorragende Ge- 1903, war deutscher Viceadn1iral. 
nerale des preuß. Heer-Z gestellt hat. Nainhaft sind: Wälderfee, Lake of theW00iis, der größte der 
Franz Heinrich , Grafv on W., Preuss. General zahlreichen Seen zwischen dem Obern See und Win- 
der Kavallerie, geb.25. April1791, koinmandierender nipegsee in Nordamerika, 104- km lang, 16-8() Fern 
General des 5. Armee-korps, 1864-70 Gouverneiir breit, bedeckt 4565 qkm; er wird durch zahlreiche 
von Berlin, gest. 16. Jan. 1873 zu Breslau. Jnseln und Halbinseln in verschiedene Basfins ge- 
Friedrich, Graf vonW., Bruder des vorigen, teilt. Seine Tiefe beträgt im Durchschnitt 10 m. 
eb. 21. Juli 1795, preus;. Geueralleutnant iind DerWinnipeg fließt aus ihm iuden Winnipegsee als. 
Bkilitärschriftfteller, 1854-58 Krie sminister, gest. Er ist von dichten Wäldern umgeben, aus denen Holz 
15. Jan. 1864 zu Potsdam. Von seinen Schriften versandt wird. Es besteht Dainpserverkehr.  
sind als die bekanntesten zu nennen c(Der Dienst des Waldertragsrcgelgiig, W F! lkd er t r a g H r e- 
 n"auterieiinteroffi iers)) (20. Aufl, Berl.1895)und gulierung, eine der wi ,tigsten r eiten der Vorst- 
JL;itfadcn für das Unterricht des Jiifanteristen)) einrichtung. Sie hat die Aufgabe, den jährlicl)-en 
(139. Aufl., ebd. 1903). oder periodisihen Hiebssat-, (s. d.) zeitlich iind räumlich 
 Alfred, Graf v on W, Sohn des Grafen Franz derartig zu regeln oder.z-u bestimmen, daß die Nach- 
.i5einrich, Preuss. Generalfeldmarschall, geb. 8. April haltigkeit und eine gewisse Regeliiiäßigkeitdesselben 
183-2 z1iPotsdam, trat aus dem Kadettenkorps 1850 gesichert wird. Schon vor mehrern Jahrhunderten 
als Offizier in die Gardeartillerie und war 1858-59 fürchtete man in Deutschland, daß .SJ)olzmangel ein- 
Adjutant der 1. Artillerieinspektiou, wurde 1862 treten werde, weshalb man verschiedene Wege ein- 
Hauptmann, 1865 Adjutant des Prinzen Karl von schlug, die zum Ziele führen sollten. Es entstanden 
Preußen, 1866 in den Generalstab versetzt und ziim sehr viele Methoden der W. Die Litteratur hat ver- 
Major befördert. W. nahm am Feldzuge in Böh- schiedene Systeme derselben aufgestellt. Das ein- 
men im Großen Hauptauartier teil, kaut nach dem facl)ste ist das von Judeich in neuerer Zeit -gegebene, 
Frieden zu dem Generaltonimando des 10. Armee-  das folgende Gruppen unterscheidet: 1) i)-lächen- 
korps in Hannover, wurde 1870 Militärattache in niethode.n is.  2) Massenmethod.en (s.  
Paris und Flügelad1utant, trat bei der Mobil- Z) Kombinierte Methoden (s.  Diecs,og. Zu- 
machung zuni Großen Hauptqiiariier, wurde 1871  wachsmethoden, die fast nur den Zuwa. sfaktor 
Chef des GeneralBabeF- get Armd:eabteilung des Fecl7iiiikigsmE)ßig benukzen,sind wertlos.- Litteratur 
s o er o s vons Lea en ur -S werin und war .T"orteinri tung. 
gsalfss)ci)3f?Ies Gouvernenrs gen Paris, während 3ZLaldeyer, Wilh, Anatom., geb. 6. Okt. 183i; 
deutsche Truppen in Paris standen, dann von in Hehlen (Vraunschweig), studierte 18H6,-62 in 
Juni bis September Gesehäftsträger der deutschen  Göttingen, Greifswald und Berlin -Medizin, habi- 
Regieruiig bei der franz. Republik. Hierauf trat W. litierte sich 1864 als Privatdocent in Breslau und 
als Oberst und Commandeur des 13. Ulai1enregi- wurde daselbst 1865 zum anszerord., 1867 zum ord. 
meins in den praktischen Dienst zurück, wurde 1873 Professor der patholog. Anatouiie" ernannt; 1872 
Chef des Generalstabes des 10. Armeekorps, 1876 folgte er einem Rufe als ord. Professor und Direktor 
Generalmajor und 1880 General   sinke. Er des-AnatoinisiheiiJnstituts an die neugestalteteUni- 
wurde 1882 Generalquartiermeister und Vertreter verfität-Straszl1iirg,deren neue a1iatom. Anstalt ngch 
des Chefs des Generalstabes der Armee, in dem- seinen Angaben erbaiit und ausgestattet wurde. :zm 
selben Jahre Generalleutnant, bald daraus Genc: zJerbst1883 wurde er als ord.Professoriiiid Direktor 
raladjutantdes Kaisers. UiiterKaiserFriedriih188s des Anatomischen Jnstituts nach Berlin berufen und 
zum General der Kavallerie befördert, wurde W. 1N895 zum ständiger! Sekretär der  
bald nach der Thronbesteigung Kaiser Wilhelms Il. .Klaise der Berliner Akademie der Wissens(haf-teii ge- 
als Nachfolger Moltkes zum Chef des General- wiihlt. Seine Hauptarbeiten betreffen die.mikrosko- 
stabes der Armee ernannt und auch in das Herren- pischeAnatomie der Nervenfasern, des Gehdrorgans, 
haus und in den Staatsrat berufen. 1891 wurde er der Eierstöcke, der Augenbindehaut und Hornhaut 
zum komniandierenden General des 9. Armeekorps, sowie die Entwicklungsgeschichte der Geschlechtsor- 
Sept. 1895 zum Generaloberst der Kcivallerie er- gane, der Zähne und der Keimblcitter; aufpatholog. 
minnt. April 1898 wurde er von der Stellung des Gebiet untersuchte er vorzugsweise die Eierstocksct)- 
kommandierenden Genei-als enthoben und zum Ge- ftome und Krebsgefchwülste. Außer zahlreichen Auf- 
        
1900 erfolgte seine Beförderung zum Generalfeld- Ei-) (Lpz. 1870), c: tlas der Haare und ahnlicher 
mai-schalt. Durch iibereinkoinmen zwischen den ver- Fasergebildi-D (L(1hI 1884)- (-W1EsDllIII(I1IAUCtDM,1c 
bündeten Mcichten wurde ihm während des chiiies. lehren und.lernen?)- (Berl. 1883l), ((Medianschnitt 
Baxeraufstandes in derProvinz Pe-tschi-li derOber- einer Hoth1cl)wangern bei. Stelßlc1ge des Föt1ls)) 
befehl übertragen, den er vom 27. Sept. 1900 bis (Bonn 1886), ((Das- G,oril1a-Rückcnmark)) (Berl. 
4. Juni 1901 führte. Seine Wirksamkeit trug viel 1889), ((Lagc der weiblichen Beckeiiorgane)) (Vonu 
zur baldigen Beendigung der chiiief. Witten und 1892), (cüber Ausgaben und Stellung unserer 
zur Ausrechterhaltiuig des guten Einvernehmens Univerfitäten seit der Neugründung des Deutschen 
            
Deut an ü erna mer wieder die  rmeein e"-  io on- ei sen, ie r erlag eo irae un ie 
tion. sC"r starb 5- März 1904 in Haiinover. Seikien Artericnfelder der Bauchhöhle)) (Berl. if-02), ((Das 
Namen führt das S(hlesw. Feldariillerieregin1ent Trig0niiin sudc1krvjae)) (Bonn1903), eGedäcl)txiis- 
Nr. 9.  Von seinen Brüdern istder älteste,Georg , rede auf Rudolf Virchow)) (Verl.  Auch ist er 
Brockhau-;-- Koiiversations-Lexikon. 14. Aufl. R. A. Xv1. 30
        

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