Bauhaus-Universität Weimar

Theben (i1i Böotieii)  Thedeusche 9lrkebUsade 745 
ebenfalls niit einem gro en Heili tuiii des Ammon. durch den sich T. nach der Schlacht bei Leuktra (371) 
Das Westufer diente 1ir prünglicZ nur als Begräb- Hur Vorma(ht Griechenlands aufschwang, eine Stel- 
nisplat-, (die Königs-gräber lie en abgesondert iiii Ge- iing, die es freilich niir ein Jahrzehnt bis ziim Tode 
birgsthaleBab  des Epaminondas (s. d.) behaupten konnte. Wie 
Ufer waren alle zum Kultus der verstorbenen Könige fruher der Haß gegen Athen, so war es zuletit der 
bestimmt, der von Deir el-Baheri (Der el-bathU) Haß gegen Pho,is, der die Thebaner zu einer iiii- 
sur die Königin Hatsihepsowet, der von Alt-Qurnah gliieklicl)en Politik- verleitete. Sie entzündeten den 
für Sethos I., das Ramesseiini für Ramses I1., der furchtbaren. Phokischen oder Heiligen Kr"ie (35G 
von Medinet Hahn für Ranises III. Das Westiifer -346), riefen endlich 347-346 Köni Philipp Il- 
wurde von den Griechen die Memnonien genannt, von Macedoiiien zur Hilfe gegen die 8lFhoker herbei 
heute heißt es Qui-nah. Einen großen, sorgfältig und gaben diesem dadiir(h die bequemste Ge egeii- 
gearbeiteten Situationsplan der thebanischen Ebene heit zur Einmischung in die innern Angelegenheiten 
piiblizierteWilkinson. Ein anderer findet geh in dem Griechenla1ids. Zwar erkannten sie später ihren 
Werke der preusz. Expeditioii: Leplsius, c( enkmäler Fehler iind schlossen, durch Demosthenes bewogeii, 
aus Ägypten und Äthiopien- (Ber .1849-59), wel- ein Bündnis mit den Att)enern gegen Philipp; aber 
ches auch die genaueii Pläne aller einzelnen Tempel sie wurden mit ihren Verbündeten bei Ehär.o1iea 
enthält. über die neuen Aiisgrabiingen von Petrie nach tapferm Kampfe von PYlipp geschlagen (338) 
dgl. deHen Werke six temples at Themis (1897) und mußten eine inacedon. efa3ung aufnehmen. 
und I)iospo1is (1901). Als ne dann nach Philipps Tode dieses Joch ali- 
Thebcn (grch. Thebai), die bedeutendste Stadt zuschütteln suchten, zog Alexander herbei, eroberte 
der Landsihaft Böotien (f.  lag auf und zwischen die Stadt und zerstörte sie gänzlich (335 v. Cbr.). 
mehrern Hügeln des Nordabfalls der Kette, die die 316 iourde T. durch Kcisiander in dem früher-ii Uni- 
Ebene des Ko ais von dem Thale des Asos-Eos schei- fange wiederhergestellt, gelangte aber nie wieder 
der. Der anfiehnlichfte Hüge (im südl. eile der z-ur altenVli"ite. Siilla nahm der Stadt 86v. Chr.die 
Stadt zwischen dem Dirke- und Jsmenosbaih ge- Hälfte ihres Gebietes, und um den Beginn unserer 
legen) trug die Burg Kadmeia, die nach der An- Zeitrechnuug erschien T. als ein bloßes Do?-K; im 
nahnie der Alten von Kadmos (s. d.) un-d seinen 2.JaPrh. n.Chr. war sie vorwie end auf den aum 
phöniz. Begleiter-ci gegründet worden sein sollte. der a ten Kadnieia beschränkt. m Mittelalter hol; 
Als älteste ewohiier gelten die Kadineer oder Kad- sich T. wieder und blühte durch eine Seideniveberei 
ineionen, deren Herku-nft aber dunkel ist; schwerlich und Purpiii-fäi-berei. Unter den Türken sank es-wie- 
sind sie, wie die l1.berlie eruiig will, Phönizier. T.s der -zu einein Dorf (neugriech. Thivä.oder Thiva, 
älteste Geschichte ist reich an Sagen: von Hei-alles Phiva) herab, das sich erst neuerdings-zu heben 
iind Dionhsos, von Laios und seinem Sohne Oidi- beginnt, obwohl es oft durch Erdbebeii heimgesiicht 
pas, von deHeii Söhnen, den feindlichen Brüdern wurde. Es liegt im Noinos Böotien, nimmt den 
Eteokles und Polyneikes, von dem iinglückliihen Raum der alten Kadnieia ein, zählt g896) 34S9 Ez- 
.iJeei-ziige der sieben Fürsten (f. Sieben gegen The- ist Sitz eines Bisihofs und diirih ahrstraße mit 
lieu) und von dem spätern Racheziige der Nach- Athen und Livadia verbunden. Auf dem Raum des 
kommen dieser (der sog. Epigonen, f.  der mit alten T. befinden nah noch -wei Dörfer, Theodori 
der Eroberi1ng der Stadt geendet haben soll. Eine iindPyr  
Erweiterung der Stadt und die Erbauung des 1879):,  Fabricius, Theben (Ereib. i. Br. 1890); 
s"iebenthorigen Mauerrings schrieb man den Söh- von Wilainowiy im  d.26 (18SJ1).  
iien der Antiope, Ainphion iind Zethos, zu. In Theben (voni slaio. Des.-in, niigar. Dsveny, d.i. 
der Blt"itezeit betrug der Ring weit über 7 km. Die Ma debiitg), Groß; Gemeinde im iingar. Komitat 
ältern Bewohner wurden in vorhistor. Zeit durch PreZbi.irg, am Einfluß der March in die,Donciu, 
die aus Thessalien einwanderiidenBöoter verdrängt. am Fuss eines Berges (521 m), dessen Gipfel die 
T. erstrebte frühzeitig eine herrschende Stellung den Reste einer vorungar. Feste tröi t, iftDampferstation 
übrigen böot. Städten gegenüber als Vorort des und hat (1900) 1981 A; Schiffahrt, Wein-, Obst- 
Böotischen Bandes und mißbrauihte dieselbe mehr- und Gemüseba-u.   
suchzurgewaltsamenUnterdrückungsihwäcl7ererBun- Thebolaktmfaure, s. Milihsäure.  
di-sglieder. Die Verfassung war seit dein Z. Jahr-h. ".khec-Ia. I-oti1s.e, Sihinetterliiig, s. Bläiiliiige. 
v. Ehr. eine streng aristoki-a-tische. Während der Pest- Ideal- ruht, s. Brombeersalter. 
serkkiegestand T.aus derSe-itederPerserund kämpfte  The-el., hinter lcit. Pflanzennanien Abkürzung 
als deren Verb1'indeter bei Platää gegen Athen-:r sür Kund Fredrik Thedenius, est. 189-L, 
nnd Spartaner. Nach den Perserkriegen wurde T.s Lektor der Botanik zu Stockholm; er f3rieb über 
auswärti e Politik überwiegend bestimmt durch die die seht-oed. Flora.  
Feindschaft gegen Athen, mit dem es fast ein Jahr- The Dal1es- oder Dalles City, Haiiptort des 
hundert lang in bitterm-Hader und oft in Fehde lag. Eounty Waseo im nordamerik. Staate Ore on, auf 
Der tibei:mut der Spartaner nach dem Pelopon- dem linken Ufer des Columbia, 64km oberhalb der 
nesischen-Kriege entfreindete diesen aber aiiih die The- Kaskaden desselben, wo Ach der Strom zu den T. D. 
baner, -die in dem Korinthisihen Kriege (395-88.6) genannten Stromschnellen verengt, an der Union- 
auf Seite der Ge net: Spartas kämpfte-ii. (S. Grie- Z acißc-Bahn. Der Ort-hat(1900)3542 E., beträcht- 
chenland, Gefchigte, A 4.) Die Erbitterung der Mist! LVkAkk)(111Pel, 5 Kirchen, 3 Bauten, 4 Theater, 
seht der Mehrzahl nach demokratischen The einer 3.F.eitungen, eine Anzahl Mühlen, Wasser-wei-te, 
gegen Sparta ei-reichte den höchsten Grad, als 383 Fi chsang und Laihsdeisand. 
des; Spartiat PZdbidas im Eiiiverg)äiidnis mit der ".I."1iö üa.I:iss.nt (spr. dangsiing), ein kleineres 
Oligarchie die admeia besegte. te Vertreibung Tanzcf,est, bei dem Thee gereicht wird. 
IF  F-3estart1zu?ig 9d7i3rel) eii;e skEEiiie Schar ZheIenF38,äinkidbFredrik, s. Weit. 
oaieraoen waraOina um Gen etc  ,8J s- 
Ausbriieh eines Krieges zwischen T. undgSsIazrta, biisade. ufade"WMdwa"er"s Im
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.