Bauhaus-Universität Weimar

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trage zurüifzutreten. Dieses Recht kann Reh sowohl durch Zinseszinsen erforderlich ist, die durch ihn 
der Käufer als auch der Verkäufer eines Börsen- entstehenden Ausgaben der Verücherungsbaiik zu 
wertes vorbehalten; im erstern Falle heißt die Prä- decken. Die Versicherungsanstalt gewährt also im 
mie Vorprä mie oder Lieferung sprämie, auch Grunde genommen nichts anderes, als die Möglich- 
Dontprämie (s. Dont eschäft), im leytern Falle keit einer Vereinigung sehr vieler Vernehmen, wie 
Rückpräinie oder Cmpsangsprämie. Man no- sie zur Durchführung eines auf Wahrscheinlichkeits- 
tiertdiePräinienwiefolgt:132f2Vorprämie oderV., berechnung gegründeten Unternehmens, zur Ver- 
127f3 Riickprämie oder R. Die erstere Notierung be- wirklichung der Durchschnittsberechnungen, nötig ist, 
deutet, daß der Käufer um Preise (oder Kurse) von Das P. ist deshalb das einzige bei privaten Ver- 
132 abnehmen oder 2 (Proz.) Prämie bezahlen muß; sicherungsgefell chaften durclgilhrbare Verfahren; 
die zweite besagt, daß der Ver-käufer zu 127 zu lie: bei den öffentlich-rechtlichen inrichtungen der Ar- 
fern oder 3 Prämie zu ver(Fiiten hat. Die Erklärung, beiterversicheruiigen findet es, wenigstens in Deutsa)- 
ob der Wähler statt der rfüllung die Prämie zah- land, nur iii einem Falle Verwendung, bei der Vet- 
len wolle, heißt Prämienerk ärung und hat sicherungsanstalt der Baugewerbtreibenden, die es 
innerhalb der Vertrags- oder ufancemäszig bestimm- neben dem Uinlageverfahren (s. d.) anwendet. Der 
ten Zeit zu erfolgen. An der Berliner ?ondsbörse Regierungsentwurf brachte es auch für die Jnvali- 
hat sie beispielsweise spätestens am dritt etzten Vor- ditäts- und Altersversicherung in Vorschlag; d-zu, 
Bitage vor dem Ei-fiillungstermin zu geschehen. beschloß der Reichstag für.diese das Kapitaldeckiings- 
T elche Wahl der Kontrahent trifft, hän t natürlich verfahren (s. d.) nach Perioden,  
von dem Stand der Wege (Kurfe) ab. Jst z. B. im Präiuienscheiue, s. Prämienanleihen. 
obigen erstern Falle der ins auf 130 gefallen, so Priiinienft2uldeu, s. Staatsschulden. 
ist es ganz gleich, ob der Käufer zu 132 abnimmt Präinieuü ertrag, s. Lebensversicherung. 
oder 2 Prämie bezahlt, denn er verliert in beiden Pra"mienverfither1Fktg, -im Gegeiifah zur Ver- 
Fällen 2 Proz; dagegen wird er sicher lieber die sicherung auf Gegenseitigkeit derjenige Versiche- 
Präinie bezahlen, wenn der Kurs auf128 gefallen rungs-vertrag, bei dem die Leistung, des Ver- 
ift. käm zweiten Falle wird der Verkäufer sich zur sicherten von vornherein genau bestimmt ist, sich also 
Beza lung der Prämie entschließen, sobald der Kurs nicht wie dort nach dem Umfange der zu ersek,enhe,z 
über 13().gestiegen ist. Für den Fall, das; der Stand Scheiben richtet. Bei.der P. gewinnt der Versichekkk 
des Baues oder Kurfes am Erkläriingstage die (regelmäßig eine Aktiengesellschaft) den Überschuß 
Ents liefzung über Erfüllung oder Prämienzahlung der gesamten Prämien ü er die gesamten Schadens- 
ganz zweifellos von selbst ergiebt,-kann die Erklä- betiä e, trägt aber auch all-ein den Verlust, wem; 
riing ganz wegfallen; an der Berliner Fondsbörse 1ene Eimer. diesen zurückbleiben. Die P. ist stets 
entscheidet in streitigen Fällen die Deputation, der Vandelsgeschcift.   auch V-erficherungswesen.) 
Sachverftandigenkommission. Wann die Prämie zu PrHnii eren, eine Prämie (s. d.) zuerkennen. 
bezahlen ist, wird entweder vereinbart oder durch Prnmifseu(lat.), die Vorderfäge des Syllogis- 
Ortsgebrauch entschieden. An der Berliner Fonds- miis (s.   
börse ist sie am nächsten Börfentage nach der Erklä- P:-a.em1ssls Ists-.ottittri-tritt-  meist ah- 
rung bis spätestens 12 Uhr mittags zu entrichten. gekürzt P. P. oder p.  mit JVorausfchickung des 
Das zweifchneidige P. besteht darin, daß der Vorauszufchickenden, d. h. mit Weglass1iiig alt-3k 
Prämiengeber am bestimmten Termin wählen kann, Kurialien, Titel ii.  
ob er als Käufer die Ware vom Prämiennehmei- Dr-se-risse I-it o (lat., a-bge-kürzt P.  mit 
beziehen oder sie als Verkäufer liZern, oder ob er VorausseHung (Weglasfung) de-S Titels. 
vom Verträge. abtreten will. as Wand el- PräiYolareu (neulat.), die vordern Backen- 
geschäft ist ein Lieferungsgeschäst, bei welchem zähne,,die gewechselt werden.  
dein einen Kontrahenten, gewöhnlich dem Kaufen Pnimonstratenfer- Norber-t,i,ner, weiße 
das Recht zugestanden wird, Erfüllung vor dem Kanoniker, geistlicher Orden, gesiiftet vom heil. 
legten Lieferungstage zu fordern. Die Prämie wird Norden (s.  der 1120 im Walde von Coucy, 
hier dadurch gewä,rt, daß der Kaufpreis höher zwischen Reims und Laon, auf einer ihm angeblich 
vereinbart wird. Ferner kann man durch Prä- vom Himmel gezeigten Wiese (franz. priä moving; tat. 
niienaahlung das Recht auf Nachlieferung oder Nach- p1-atam m0nstraium, d. h. gezeigte.Wiese, daher der 
beste ung zum früher vereinbarten Preise (Kurse) Name des Ordens) ein Klosterregulierter Chorheiren 
erwerben (s. Naihgesihäft). Auch kann sich ein Kon- nach der Augusiinerregel gründete. Der Orden wuchs 
trahent das Recht vorbehalten, nur einen Teil der rasch und soll in seiner höchsten Blüte gegen 3000 
Ware oder der Wertpapiere fest zu liefern oder ab- Niederlassungen gezählt haben. Er zerfällt in Ciria- 
zunehmen, die Entsä)liefzung über den andern Teil rien (Provinzen) mit 1e einein Circaior (Provinzial) 
aber sich bis zum Erkläriingstage offen halten. Dies an der Sinne. Generalabt(((erster Vater des Ordens-) 
iiennt man einen (cSihluß auf fest und offen-). war der Abt von Premontre, dem drei. Abie als 
Auch die Stellage (s. d.) gehört zu den Prämien- c(Väterdes Ordens)) zur Seite standen. Milderungeii 
geschäften.  Vgl. Toevke, Die Prämien-, Stellage- der Regel führten zur Bildung.von .Kongregationen, 
und Noihgeschäite (Berl.1892). so.z. B. der icverbefserten P. Si-a,niens-) (1573), die 
Prasser enlofe, s. Prämienanleihen. bei der ursprünglichen Regel blieben. Seit 1630 
iimieureserve, s. Lebensversiä)erung und unterscheidet man Kldsterder ccgroßen odergemeineii 
Ne erve. Obfervanz)) und der ckleinen oder strengen Objek- 
Priimietireserveverfahreu, ein Verfahren van o. Die Tracht istSutane, Stapulier und weißer 
zur Bemessung des Verhältnisses zwischen Einiiah- Unihang. Mantel( ür die Straße), Hut und Bareti 
inen und Ausgaben einer Versicherun sgesellschaft. sind gleichfalls weiß. Nach dem Generalkatalog von 
ZederVerfiiherte sammelt durch seine Beiträge oder 1900 bestehen vom ersten Orden.des heil. Norden 
rämien das Kapital an, das der Wahrscheinlichkeit (Männer) 5 Cirkai-ten, (in c)sterreich, Ungarn, Bel- 
Mich und unter Betttijfichtigung der Vermehrung gien,.Holland,Frankreich) und verschiedeneMisßons-
        

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