Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Archiv für Buchgewerbe
Person:
Waldow, Alexander Deutscher Buchgewerbeverein
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-987295
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4005524
 ARCHIV FÜR BUCHGEWERBE  
von dem bekannten König Ndoja, der für die Ange- 
hörigen seines Stammes eine eigene Schrift und eigene 
Sprache erfunden hat, die interessantesten Stücke. 
Über die zahlreichen Bücher aus Palmblättern, die 
seltenen Faltenbücher, die vielen Schreibtafeln und 
Schreibzeuge der übrigen Länder, die Zeitschriften 
und Drucksachen der verschiedensten Staaten, die 
handschriftlichen Proben der verschiedensten Völker, 
unter denen eine prächtige Koranhandschrift beson- 
ders auffällt, werden wir später berichten. Dankbar 
erwähnt sei schließlich noch die Mithilfe derEsperan- 
tisten des Auslandes für diese Abteilung, wodurch u.a. 
Botschaftsstäbe aus Queensland an unser Museum 
kamen. Der Schreibmaschinenabteilung, über die wir 
bereits in früheren Heften des „Archiv für Buchge- 
werbe" berichteten, ist das Bild des verstorbenen 
Kommerzienrat Johannes Förster überwiesen worden, 
der ein eifriger Förderer des Schriftmuseumsgedan- 
kens war. Zu den seinerzeit genannten Firmen sind 
erfreulicherweise weitere getreten, so daß zu hoffen 
ist, daß über kurz oder lang die gesamte Schreib- 
maschinenindustrie in unsrer Sammlung vertreten 
sein wird. 
Die Bibliothek der Schriftkunde endlich, die den 
eigentlichen zusammenfassenden Teil des gesamten 
Schriftmuseums darstellt, hat außerordentlich wert- 
volle Zuwendungen aufzuweisen. Die Zahl der Stifter 
ist hier so groß, daß sie nicht alle genannt werden 
können. Erwähnt sei nur, daß die Firma F. Bruck- 
mann,  in München sogar eines ihrer größten 
Werke, die „Monumenta Palaeographica", die Denk- 
mäler der Schreibkunst des Mittelalters, dem Museum 
als Geschenk überwiesen hat, eine Schenkung, die 
wir um so mehr zu schätzen wissen, als vollständige 
Exemplare dieses umfassenden und hervorragenden 
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Werkes nur noch sehr schwer zu erhalten sind. Die 
paläographische Abteilung der Bibliothek hat sich be- 
reits so weit entwickelt, daß die Hoffnung berechtigt 
erscheint, in einigen Monaten eine lückenlose Samm- 
lung auf diesem Gebiete im Schriftmuseum zu haben. 
Im Lesesaal des Museums konnte ein neuer Zeit- 
schriftenschrank aufgestellt werden, da die Redak- 
tionen fast aller stenographischen Zeitschriften mit 
großer Zuvorkommenheit unentgeltlich ihre Journale 
zur Verfügung gestellt haben. Daß einzelne Vereine 
für Stenographie und Schrifrkunde, wie Nürnberg, 
Augsburg, Stuttgart usw. ihre sämtlichen Dubletten, 
sowie ältere Literatur dem Schriftmuseum als Ge- 
schenke einverleiben ließen, ist nicht nur dankens- 
wert, sondern auch nachahmenswert, da dadurch 
manches, was verloren gegangen wäre, der Allge- 
meinheit erhalten bleibt. 
Möchte das Interesse und das Wohlwollen, das 
sich von allen Seiten für die neugegründete Schrift- 
abteilung der Sammlungen des Deutschen Buch- 
gewerbevereins zeigt, in demselben Maße weiter an- 
halten, damit in kurzer Zeit das erreicht wird, was 
angestrebt werden soll: eine alles umfassende und 
über alles orientierende Zentralstelle des gesamten 
Schriftwesens. Dr. Schramm. 
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