Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Archiv für Buchgewerbe
Person:
Waldow, Alexander Deutscher Buchgewerbeverein
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-987295
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3680511
Alle Drucke werden auf einer elektrisch betriebenen Tiegeldruckpresse hergestellt. lm ersten 
Jahre arbeitete neben Professor Friedrich Wilhelm Kleukens nur sein Bruder Ch. Heinrich Kleukens, 
der alles Technische des Satzes und Druckes ganz allein ausführte. 
Erst im zweiten Jahre 
wurden außerdem ein Setzer und ein Drucker angestellt. Heinrich Kleukens aber blieb der 
technische Leiter und Mitarbeiter der Presse. Das Material an Typen ist eng begrenzt. Man 
sieht, mit wie geringem Aufwande an Material und Personal sich im Buchdruck Mustergültiges 
erreichen läßt, wenn das Schönheitsgefühl das entscheidende Wort zu sprechen hat. 
In der ersten Zeit ihres Bestehens beschränkten sich die Arbeiten der Ernst Ludwig-Presse auf 
kleine Gelegenheits-Drucksachen für den Darmstädter Hof, wie Tischkarten, Speisefolgen, 
Konzertprogramme, Hofansagen. Diese Blättchen sind wohl das Entzückendste, was ie in dieser 
Art kleiner Drucksachen hervorgebracht worden ist. Fragen wir uns, worin ihr Reiz liegt, so ist 
es die Harmonie der Zeilen des Satzes, die Verteilung der Farben, die Zeichnung der Vignette; 
aber dazu gehört ebenso die Schönheit des gewählten Papiers und, was niemals außer 66111 
gelassen werden darf, die technische Vollendung des Drucks. 
Mit Vorliebe hat unser Künstler F. W. Kleukens den Satz mit feinen Goldlinien umzogen, und 
Goldlinien stehen zwischen den Zeilen der Tanzordnungen und Speisefolgen und geben dem 
Ganzen den Rhythmus und zugleich den festlichen Charakter. 
So wurde es z. B. mit der bei- 
liegenden Souperkarte gehalten. 
In dem obersten Felde des goldenen Rähmchens steht die 
Überschrift in kalligraphischen Zügen, durch freudiges Rot hervorgehoben und eingefaßf in ein 
Oval aus goldenen Blättern, das die Krone des Großherzogs überragt. (In Parenthese sei be- 
merkt, daß die Speisefolgen des Darmstädter Hofes sich gerade durch vollkommen deutsche
        

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