Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Archiv für Buchgewerbe
Person:
Waldow, Alexander Deutscher Buchgewerbeverein
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-987295
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3681652
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l KUNSTBUCHHANDLUNG i 
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BRUNO BUBGMEIS I ER i 
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FRANKFURT! MAIN l 
ECKE IAGERß UND GEORGe-STRASSE s 
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eit der Eröffnung meines Geschäftes bin ich bestrebt, den Interessen und  
Bedürfnissen derjenigen in unseren Tagen erfreulidrerweise immer weiter l 
l werdenden Kreise zu dienen, die in irgend einer Art von Liebhaberverhältnis  
zu den Dingen der bildenden Kunst stehen und deren Hinneigung zu dieser so f 
intensiv und ernsthaft ist, daß sie SiCll nidit mit einigen hastigen Feiertagsbesuchen  
in einem Museum begnügen, sondern gewissermaßen Auge in Auge mit den j 
Gegenständen ihrer Freude leben, sie zu Freunden, Vertrauten und ständigen Ber- l 
l gleitern madren will. Die Liebhaber dieser Art empfinden den immerwährene l 
den Umgang mit den Werken der Kunst als etwas so Elementarenotwendiges, g 
l als die Atmosphäre, in der allein ihre Seele frei und glücklich atmet, daß sie den i 
Umgang mit dem Kunstwerk aus ihrem inneren Leben so wenig fortzudenken 
g vermögen, wie Ordnung, Sauberkeit, reine Luft und Stille aus ihrem äußeren, körp-  
perlidren Leben. Wie diese Dinge die Grundlage sind, die es unserem körpere l  
lidren Leben ermöglidren, seine leidvolle Gebundenheit an die dumpfen Mächte 
der Materie nidit zu überwinden, doch sie so weit in eine leichtere und hellere 
Sphäre zu erheben, was aber nur dann möglich ist, wenn wir nidrt nur dann und 
wann einmal in jener Umgebung frische Luft sdiöpfen, sondern dauernd in ihr 
l leben  so gilt dies in genau der "leldien Weise auch für unser geistiges Dasein g 
i und für die Veredlung, die-esrjdurillftiven Umgang mit den Werken der Kunst zu 1 
8 erfahren vermag. Das Gefflhltlaifürißflheute in zahlreichen Menschen erwadit  l 
l ein Gefühl, das sidr häufig vielleidrt nodr unklar über seine eigene Natur sein mag, 2 
darum jedodr um nidrts weniger lebendig ist und um nidrts weniger lebhaft nadr  
l Befriedigung verlangt. Diese Mensdren empfinden genug Ehrfurcht vor dem Kunstß j 
werk, um es nicht zum Objekte einer für leere Augenblidre bestimmten flüditigen l 
Unterhaltung erniedrigen zu wollen, vielmehr sie bemühen sich, ernstlidr sidr seie l 
nem innersten Leben zu nähern und es in Beziehung zu dem Leben ihres eigenen 2 
Geistes zu Segen; sie wollen mit dem Kunstwerk nidit spielen, sondern ihren Geist l 
(B
        

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