Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Archiv für Buchgewerbe
Person:
Waldow, Alexander Deutscher Buchgewerbeverein
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-987295
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3681575
 ARCHIV FÜR BUCHGEWERBE  
3 Das Preßstrafrecht. Magdeburg, Verlag des Vereins Geschäfts in Frage kommen, kann man ganz gut behaupten. 
Deutscher Zeitungsverleger. 1912. Preis gebunden M  daßWidmanns Arbeit einenwertvollen Beitrag zur gesamten 
Das Preßstrafrecht bildet den fünften Band des Sammel- deutschen Buchdruckergeschichte bildet, selbst in den 
werkes, welches der Verein Deutscher Zeitungsverleger Teilen, in denen rein familiengeschichtliche Ausführungen 
unter dem Gesamttitel „Das deutsche Zeitungsrecht in zu finden sind. Es ist recht erfreulich, daß gerade die buch- 
Einzeldarstellungen"herausgibt. ÜberdieviererstenBände gewerblichen Firmen in ihren jubiläumswerken nicht am 
haben wir uns bereits in durchweg anerkennender Weise Äußerlichen der durchwirkten Zeitspanne kleben bleiben, 
an dieser Stelle aussprechen können. Sie behandelten: sondern ihreFestschriftenwirtschaftsgeschichtlichwertvoll 
1. Das deutsche Preßrecht, 2. das Urheber- und Verlags- machen. Auch die Aschendorlfsche Jubelschrift zeichnet 
recht, 3. das Recht des Preßgewerbebetriebes, 4. das An- sich in dieser Beziehung besonders aus. NichtAneinander- 
zeigenrecht. Der neue Band bildet eine sehr willkommene reihung von belanglosen Tatsachen und Begebenheiten 
Ergänzung und steht seinen Vorgängern würdig zur Seite. bildet ihr Inhalt: Wir erleben eine ganze Spanne Zeit, die 
Ersammelt in übersichtlicherWeise alle das Preßstrafrecht längst hinter uns liegt. Kann das der Leser mit gespann- 
einschließenden gesetzlichen Bestimmungen und gibt die- tem Interesse tun, so hat das Werk einen bleibenden Wert 
sen ausführliche, man kann wohl sagen erschöpfende Er- nicht nur für den Fachmann und den berufsmäßigen Er- 
läuterungen bei. Die Gliederung des Stoffes ist gut gewählt, forscher der Vergangenheit, für den Historiker, sondern 
das dankbar zu begrüßende Sachregister ist liebevoll aus- für jeden Gebildeten, der nach Vervollkommnung seines 
gearbeitet und bietet eine treifliche Erleichterung bei der Allgemeinwissens strebt. Solchen allen sei Widmanns 
Benutzung des Werkes, das, und zwar in allen seinen fünf prächtig ausgestattetes Werk empfohlen. Seine gewiß mit 
Teilen, bei niemandem fehlen Sollte, der irgendwie mit der Opfern veranstaltete Herausgabe ehrt Verlag und Verfasser 
Zeitungspublizistik in mehr oder weniger enger Fühlung im gleichen Maße. S. M. 
steht. Einen getreuen, erprobten Ratgeber von der Güte Ü Klimschs Jahrbuch 1913. Verlag von Klimschö- Co., 
dieses fünfbändigen Werkes sein eigen nennen zu dürfen, Frankfurt a.M. Preis geb. M 4.00. Vielen unsrer Fachge- 
ist immer ein Vorteil und erspart einem, bei richtiger An- nassen wurde sicherlich auch in diesem Jahre das Klim- 
Welldung, manche iiberlliiSSige Mühe und manchen Ärger. sche Jahrbuch eine willkommene Weihnachtsgabe, denn 
Die Ausstattung läßt nichts zu wünschen übrig, sie ist für der vgrliegende 13. Band ist ein würdiger Nachfolger der 
fleißigen Gebratlßb berechnet 5- Nl- bisher erschienenen. Seinen Vorgängern gegenüber dür- 
Ü Die Reichsversicherung. Dargestellt von H. Seelmann. fen einige Verbesserungen nicht unerwähnt bleiben, die 
Verlag V01! B- G- Tellbrlßr in LeiPZig- 1912- Preis gebunden teils auf Anregungen aus Fachkreisen, teils aufverlagstech- 
M 125- Ein gutes, lillrl und bündig beratendes Werlibbßn nischeGründe zurückzuführen sind.Während die Neuheiten 
eines Fachmannes, das auf alle Fragen der Kranken-, Inva- unsers Gewerbes und die vielen Verbesserungen an Maschi- 
liden-, Hinterbliebenen-, Unfall-, Angestelltenversicherung nen und Apparaten bis jetzt nur aller zwei bis drei Jahre 
nach der Reichsversicherungsordnung und dem Versiche- eine gründliche Besprechung erfuhren, ist mit dem vorlie- 
rungsgesetz für Angestellte Antwort gibt. Derartig klar zu- genden Bande eine regelmäßige, jährlich wiederkehrende 
sammenfassende Darstellungen sind in jetziger Zeit, in der begonnen worden. Das hat etwas für sich, denn damit wird 
man vor lauter Versicherungspflicht und Versicherungs- das Werk auch zu einem Nachschlagebuch, in dem man sich 
recht gar nicht mehr aus noch ein weiß und ohne Führer über die Neuerscheinungen auf dem Schriftmarkte und die 
und Ratgeber sich nicht zurechtzuflnden vermag, nur mit technischenVerbesserungenim ganzenGewerbe orientieren 
Freuden zu begrüßen. Arbeitgeber und Angestellte aller kann. Bei der großen Menge von Neukonstruktionen an 
Betriebe werden ihrer nur allzuhäutig bedürfen. Man kann Maschinen, an Apparaten und sonstigen Hilfsmitteln der 
ihnen das Seelmannsche Büchlein, das das 380.Bändchen graphischen und photomechanischen Branche wird der 
der Sammlung „Aus Natur und Geisteswelt" bildet, warm Überblick selbst dem routinierten Fachmann erschwert. 
empfehlen. Es bietet gewissermaßen eine Einführung, eine Den Inhalt des über 300 Seiten umfassenden Werkes kann 
Generalüberschau in und über unser deutsches Versiche- manin zweiGruppen einteilen: in technischeAbhandlungen 
rungsrecht. Es gliedert sich sehrübersichtlich in Abschnitte und technische Neuheiten. Diesen folgt eine große Anzahl 
über Organisation der Versicherungen, über den Kreis der mustergültig hergestellter Beilagen in den verschiedensten 
Versicherten, die Leistungen, die Beitragsleistung, die Druckverfabren. Daneben dürfen die angehängten Inserate 
Geltendmachung der Ansprüche, die Beitragsstreitigkeiten nicht unerwähnt bleiben. Durch die verschiedenartigen 
und schließt endlich mit einem Kapitel über die bisherigen Schriften, die, natürlich einheitlich in jedem Inserat, hier 
Leistungen der Arbeiterversicherung und einem Ausblick zur Vorführung kommen und deren Namen jedem Inserat 
in die Zukunft. Ein beigefügter Literaturnachweis gibt Rat, beigedruckt sind, wird nicht nur eine gute Abwechslung 
wo man sich eingehendere Informationen holen kann. Die geschaffemsondern sie werden auchim modernenAnzeigen- 
Sprache ist schlicht und frei von unverständlichemjuristen- satz wirkungsvoll gezeigt, obwohl einige nicht direkt für 
deutsch, was ein besonderer Vorzug ist. S. M. diesen Zweck geschaffen sind. Für den reichen textlichen 
TDieAschendorfschePresse1762-1912. Herausgegeben Inhalt sorgten Friedrich Bauer, Wilhelm Hellwig, Dr. Paul 
von Simon Peter Widmann. Münster i. W. 1912. Der statt- Klemm und andre, lauter bestens bekannte Fachschrift- 
Iiche Band enthält eine Fülle kulturhistorischen Materials, steller,die hierBeiträge überden Satz,Druck, Photographie, 
Das Werk geht über den engeren Rahmen einer Geschichte Maschinenretusche und ähnliches lieferten. Beachtens- 
eines einzelnen Geschäftsunternehmens hinaus und bildet werte Ausführungen über Gebrauchs- und Geschmacks- 
tatsächlich das, als was es sein Untertitel bezeichnet: einen muster beschließen den ersten Teil. Die zweite Hälfte 
Beitrag zur BuchdruckergeschichteMünsters. Und nament- beginnt mit den Neuerscheinungen der Schriftgießereien. 
lich soweit die ersten 50 bis 75_]ahre des Aschendorffschen Die verschiedenen Schriften kommen diesmal nicht in 
67 9'"
        

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