Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Archiv für Buchgewerbe
Person:
Waldow, Alexander Deutscher Buchgewerbeverein
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-987284
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4000531
Benblzfe aus dem Deufßb en 
Buclzgewerb emuleunz. 
Herausgegeben von der Mufeumsleitung 
Ausstellungen im Buchgewerbemuseum 
 N den letzten Wochen veranstaltete das Buch- Hauptsache für Voigtländers Verlag gefertigte Ar- 
ä ägewerbemuseum einige Ausstellungen, die in beiten sind weniger glücklich, der Titel zu Soergels, 
ä Eder Hauptsache die Arbeiten Leipziger Künst- Dichter der Zeit z. B. oder der zu Houbens, jung- 
 ler umfaßten. Eine Ausstellung von graphi- Deutschland stehen nicht über dem Durchschnitt 
schen Werken des Leipziger Künstlerbundes gab Ge- dessen, was heute die jüngere Generation im Buch- 
legenheit, einige jüngere tüchtige Leipziger Künstler gewerbe leistet. Auch die neue Gruner-Schrift er- 
kennen zu lernen, von denen allerdings manche  hebt sich nicht viel über dieses Niveau; sie hat zwar 
nicht nur in Leipzig allein  einem weiteren Kreis manche hübsche lebensvolle Ziige, steht aber sicher 
bekannt geworden sind. Erich Gruners Namen hat den Schriften nach, die man bisher auf Gruners Re- 
man bis jetzt sehr häufig nennen hören. Er ist sehr klamearbeiten zu sehen gewohnt war. Was seine 
vielseitig und an allem lebhaft interessiert, so daß Kunst auszeichnet, ist ein lebhafter, unverfälschter 
seineKollektion die umfassendstegeworden ist. Seine malerischer Zug, der bei seinen freieren Arbeiten 
Porträtzeichnungen verraten viel frische Beobach- viel besser zur Geltung kommt als bei den Aufgaben, 
tungsgabe, die Bildnisse in Lithographie stehen ihnen die durch die gewerbliche Konvenienz gebunden sind. 
in nichts nach, ebensowenig wie die paar hübschen, Ein andrer längst bekannter Leipziger Maler P. 
nur mit einigen Farbtönen bestrittenen Landschaften, Horst-Schulze ist nur mit einer im übrigen nicht be- 
die ebenfalls auf den Stein gezeichnet sind. Die sonders charakteristischen Zeichnung vertreten, was 
Radierungen stellen in der Hauptsache Werke der ausschließlich darin seinen Grund hat, daß seine Pro- 
Gelegenheitsgraphik dar: km    ,  duktion als Graphiker ge- 
eine hübsche Neujahrs-  ß-giil  ring ist. Etwas besser ist 
Glückwunschkarte 1912 q  Hugo Steiner-Prag ver- 
und zwei Exlibris, andre f!  1.x 4„ l treten, der als einer uns- 
sehr lebendig und farbig I A   rer bekanntesten Buch- 
wirkende Bucheignerzei- ,  I, xu,  künstler ja schon seit lan_ 
chen sind in Holzschnitt K x      ß? gem gerühmt wird. Was 
ausgeführt; die Kollektion  ' Ü; von ihm ausgestellt ist, 
vervollständigt die Probe  (5  sind lediglich Exlibris, die 
einer neuen Schrift „Gru- F: x- J allerdings nicht eben zu 
ner-Antiqua" und eineAn- l,  gf Seinen schlechtesten Ar- 
zahl von Bucheinbänden, l   beiten gehören. Nirgends 
die Gruner als Buchkünst- j  vielleicht tritt die graziöse 
ler erkennen lassen. Vor- i   x  Linienkunst,die reiche or- 
züglich von diesen buch- ' namentale Phantasie und 
künstlerischen Arbeiten t t   das Geschick, die ver- 
sind nur die Umschläge F, l    schiedensten figürlichen 
zu Voigtländers „Erlebtes I und ornamentalen Motive 
und Erschautes", deren Ü zu einem hübschenGanzen 
einzelneBände immer mit Q zu komponieren, besser 
einem andern charakte- 7 in Erscheinung als hier. 
ristischen Bild von stark I  Einzelne der Blätter, wie 
farbigerwirkungßlottuna f W 4. , das hübsche ExlibrisMimi 
frei wie bei den bekann- I,"  "    x Weinstein und das für Li 
ten Reklamearbeiten des f-  Ing  " N 4x1) Schmitz ebenso wie die 
Künstlers hingesetzt, ver-  Karte für den 16. März 
sehen sind. Andre in der  1912, gehören zu dem 
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