Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Archiv für Buchgewerbe
Person:
Waldow, Alexander Deutscher Buchgewerbeverein
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-987278
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3689836
Halbmonatshefte fur Kritik und Gestaltung 
in der Baukunst und verwandten Gebieten 
Herausgegeben von Franz Geiger unter Mitwirkung von Rid1ard Brendel, Hermann Bastelmeier, Theodor Flemming, 
Max Bauer, Adolf Riemersdlmid, Walter Riezler und andere.Verlag der Raumkunsl bei den Vereinigten Kunslanstalten 
Aktiengesellschaft, Mündien-Kaufbeuren. Expedition für die Sdtweiz: Oskar Holzmann, Verlagsbuchhandlung, St. Gallen 
 
r wQEYZie Raumkunst wird im neuen ]ahre sd1önen Gestaltung bedürfen. Großstädte, wie 
 dieselben Tendenzen verfolgen wie Berlin und Wien, sind im Begriffe, neuerdings 
 A: in den früheren und den publizisti- ein künstlerisdtes Kleid anzulegen und Sünden 
' " -.s.9fsdien Mittelpunkt für die Interessen einer gesdtäftemadtenden Spekulation wieder 
des sdtönen Bauens bilden. Nur wird es jetjt in gut zu madten. Stand nun audt die Kunst des 
Verbindung mit der künstlerisdt ansehnlid1sten abgelaufenen Halbjahrhunderts unter der sehr 
Körpersdtaft mit nod1 größerer Intensität erfüllt einseitigen Vorherrsd1aft der Malerei, aufweldte 
werden. Die Aufgabe ist vielseitig und umfaßt sid1 das Kunstinteresse konzentrierte, so wird in 
die widttigsten künstlerisd1en, gewerblidten und der Zukunft die Baukunst die Führung haben 
sozialen sowie wirtsd1aftlid1en Lebensinteressen. und einen natürlidten Halt für alle Künste ein- 
Denn vom sdtönen Bauen hängt die Sd1önheit sdtließlidt des Gewerbes bilden. Es ist klar, daß 
des Landes oder der Stadt, die Gesundheit und mit dieser Kunstpolitik eine große Menge von 
die Lebensfreude der Mensdten ab, ja selbstder organisatorisd1en und polemisd1en Problemen 
Bestand der Künste und der Gewerbe, die aud1 auf der Bildflädte ersd1eint. Eine künstlerisdie 
verfallen müssen, wenn das sd1öne Bauen ver- Leistung umfaßt alle. hygieniSrhen. ledtniSdwfl. 
fällt. Die widttigsten künstlerisd1en Strömungen ökonomisd1en sowieformalen Detailfragen im 
finden in unserer Baupolitik ihren natürlidten Sinne einer höherefnorganisdten Einheit. Zwar 
Einigungspunkt. Es handelt sid1 nid1t allein um sind wohl seit einigen ]ahren die künstlerisd1en 
die Gestaltung des Einzelwohnhauses und des Grundsätge des Bauens und Bildens häufiger in 
Gartens, um eine Verbindung der Plastik, der Zeitsd1riften und Tageszeitungen und in einigen 
Malerei sowie der gewerblidien Künste mit der populären Büd1ern behandelt worden, aber der 
Ard-iitektur, um das städtisd1e Mietshaus oder größere Teil der Gebildeten geht immer nod1 
um jene Monumentalbauorganismen, die dem diesen Fragen aus dem Wege, obgleid": sie sid1 
modernsten Leben entspringen und für die die bei jedem Sdtritt und Tritt auf der Straße, vor 
Vergangenheit keinVorbild überliefern konnte; jedem öffentlid1en Bauwerk, im Miethaus und in 
es handelt sid1 in unserer Zeit vor allem um die der Wohnung, in der Stadt so gut wie auf dem 
großen Aufgaben des Städtebaues, um widttige, Lande aufdrängen. Der sogenannte Gebildete 
künstlerisdt bestimmte wirtsd1aftlid1e Aktionen erblidst darin mit Unredtt lediglidt Fad1fragen, 
in Verbindung mit der Bodenpolitik, wie dieAn- von denen er meint, daß sie ihn dod1 gar nidtts 
lage von neuen Stadtgebilden, Gartenstädten, angehen. Viele Fragen und Erkenntnisse, die 
Vorstädten, Arbeiterkolonien sowie ted1nisd1en sid1 mit ihnen einstellen, sind allgemeiner Natur, 
und industriellen Werken, die der Marke einer die jeden angehen und aud1 red1t eigentlich zur 
BEILAGE ZUM ARCHIV FlIlR BLICHGEWERBE 
FEDER-GROTESK DER SCHRIFTGIEBEREI LUDWIG a. MAYER 
FRANKFURT AM MAIN-NACH ZEICHNUNGEN vom LERBAR
        

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