Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Archiv für Buchgewerbe
Person:
Waldow, Alexander Deutscher Buchgewerbeverein
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-987278
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3686210
 ARCHIV FÜR BUCHGEWERBE  
Reduktion des Exzenters um das kleinstmögliche ein entsprechendes Stück nachgedreht, wobei immer 
Maß, da die neue und alte Kontur sich an einer Stelle zu berücksichtigen ist, daß in einer späteren Periode 
berühren) Zahneingriff zwischen Zylinderzahnkranz und Karren- 
Das Exzenter wird nunmehr ausgebaut, mit seiner Zahnstange (Abbildung 3) erfolgen muß. Es ist dem- 
Welle auf der Drehbank aufgespannt und von den nach der Zylinder so zu verschieben, daß immer 
beiden der Zylinderruhe entsprechenden Halbkreisen Zahnmitte auf Mitte Zahnlücke zu stehen kommt. 
der nötige Teil weggedreht. Es geschieht dies in Durch das Nachstellen des Zylinders wurde auch die 
der Weise, daß das Drehmesser angestellt und die Gabel und Zugstange mitgenommen, welchenunmehr 
Welle mit Hilfe eines an der Welle befestigten ihre richtige Stellung zum gedrehten Exzenter ein- 
Hebels von Hand aus immer um 1800 gedreht wird. nehmen; wird jetzt die vordere arbeitende Rolle auf 
Gleichzeitig müssen auch neue Rollen hergestellt den Rahmen aufgesteckt, so kann sie nicht an der 
werden, welche entsprechend größer sein müssen als Exzenterkante vorbei, sondern wird auf der Seiten- 
die alten, und zwar pflegt man denselben einen eben- fläche desselben aufsitzen. Mit einer Anreißnadel aus 
soviel größeren Durchmesser zu geben, als das Ex- hartem Stahl wird nun die Kontur der Rolle auf der 
zenter an Durchmesser verloren hat. Ein abgedrehtes Exzenterscheibe angerissen. Es entspricht dies dem 
Exzenter zeigt Abbildung 9. Das Exzenter wird nun- Zeichnen der einhüllenden Rollenkreise auf dem 
mehr wieder in der Maschine eingebaut, jedoch keine Reißbrette. Gleichzeitig wird bei jeder Exzenter- 
Rollen am Rahmen befestigt und es erfolgt jetzt der  stellung mit der zweiten Rolle versucht, ob dieSß 
wichtigste Teil der Reparatur: das Anreißen des Ex- etwa am Exzenter vorbei kann. Es wäre dies nur 
zenters. Stellt man den Zylinder in die Totlage (Ab- möglich, wenn an einer Stelle die Abnützung größer, 
bildung 2a) und dreht die Maschine in beliebiger daher der Durchmesser kleiner wäre, als dem neuen 
Richtung durch, so wird sich zwar Karren und Ex- abgedrehten Exzenter entspricht; in diesem Fülle 
zenter,nichtjedoch der Zylinder bewegen, da infolge müßte das Exzenter neuerlich ausgebaut und ein 
Fehlens der Rollen die Exzenterbewegung sich nicht weiteres Stück abgedreht werden. Es empfiehltsißh 
auf die Gabel überträgt. Der Gedanke des Anreißens daher, wie man sieht, die größte Sorgfalt beim Uber- 
ist eben der, daß der Zylinder von Hand aus in seine drehen, Wenn nun Zylinder und Karren langsam 
jeder Karrenstellung entsprechende Lage gebracht, Punkt um Punkt vorrücken, gelangt man schließlich 
dadurch die dazugehörige Rollenstellung ermittelt zu der Stelle, wo der Eingriff von Zylinderkranz und 
und am Exzenter angezeichnet wird. Zahnstange sich vorbereitet.  
Die Maschine steht in der Stellung, wie sie Ab- Hier muß nun folgendes berücksichtigtwerdemWie 
bildung 2a zeigt; die Rollen werden so gestellt, daß schon erwähnt,ist die Abnutzung des Exzenters gewöhn- 
sie scharf am Exzenter anliegen. Nun wird die Presse lich mit einer Abnutzung des ZahneingFiHeS Verbum 
mit der Hand um ein kleines Stück nach vorwärts den und zwar sind es naturgemäß die ersten inEingriFf 
(Pfßilfißhfllng) durchgedreht. Der Zylinder, der sich kommenden Zähne, welche bei schlechtem Exzenter 
hierbei nicht bewegt hat, wird von Hand aus um die größten Stöße, die stärkste Abnutzung erfahren- 
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Abbildung 2c. Äußerste Hebelstellung, links Zylindereinfall Abbildung 2m Ende d" Drucklieriode, rückwärtige Karrentotluge 
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