Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Archiv für Buchgewerbe
Person:
Waldow, Alexander Deutscher Buchgewerbeverein
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-981589
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4353834
 ARCHIV FÜR BUCHGEWERBE  
selbständiger Buchstabe Ll, auf N noch Ü, auf C das Schriftenwahl und Anordnung mehrsprachiger 
Ch, im Ungarischen auf G noch Gy; im Rumänischen Wörterbücher. 
ist i ein besonderer Buchstabe hinter i, desgleichen Wenn irgendwo, so kommt es beimWörterbuchsatz 
shinter s, thinter t usw. auf eine zweckmäßige Auswahl der Schriften und 
 Die alphabetische Reihenfolge kann aber auch im ihre richtige Verwendung an. So wenig klare Charak- 
Manuskript falsch sein, nämlich bei Wörterbüchern, tere wie die Fettschrift in dem dänisch-deutschen 
die bisher von alten Platten gedruckt wurden und Wörterbuch (Beispiel5 siehe Beilage) Sollten vermie- 
nach älterer Schreibweise noch Thaler statt Taler, den werden. Gegen die Anwendung der Fraktur im 
Chokolade statt Schokolade u. v. a. schreiben. In allgemeinen ist nichts einzuwenden  im Gegenteil, 
diesem Falle ist es notwendig, diejenigen Wörter, es wird sehr oft nur zur besseren Übersichtlichkeit 
die erst weiter hinten einzureihen sind, trotzdem mit beitragen, besonders bei mehrsprachigen Wörter- 
abzusetzen, den Satz aber besonders auszubinden büchern, das Deutsche in Fraktur zu setzen, obwohl 
und dem Verfasser einen Abzug davon zuzustellen, man hiervon neuerdings gern absieht, um die Ein- 
damit er das Wort am richtigen Platze einreihe, zu- heitlichkeit des Schriftcharakters zu wahren. 
gleich aber in der Druckerei selbst einen Abzug in Beim mehrsprachigen Wörterbuch kommt es dar- 
einer Mappe zurückzulegen, so daß der Metteur beim auf an, ob es für den gleichzeitigen Gebrauch aller 
Umbruch auch ohne weiteres solche zurückgestellte diese Sprache sprechenden Völker berechnet ist, 
Wörter berücksichtigen kann. Findetjedoch eineVer- oder nur für die Angehörigen einer der Sprachen, 
schiebung nach vorn statt, so wird es Sache des Ver- z. B. die Deutschen. Im ersteren Falle sind zwei 
fassers sein, für richtiges Einreiben zu sorgen, denn Anordnungen möglich, es kann: 
die Druckerei kann nur zufällig auf diese Mängel a) aus soviel Teilen bestehen, wie es Sprachen um- 
stoßen und zu ihrer Beseitigung beitragen, da es faßt, so daß also einmal der Wortschatz jeder be- 
meistens zu spät sein wird, Richtigstellungen nach teiligten Sprache, in sich alphabetisch geordnet, 
vorwärts vorzunehmen, wenn der Setzer oder Kor- die Grundlage eines Wörterbuchteils bildet. Dies 
rektor ein hintenaus falsch eingereihtes Wort ent- ist die gewöhnliche Anordnung. 
decken. Es können aber auch: 
Der Kolumnentitel erheischt bei einem Wörter- b) alle Sprachen in ein Alphabet eingereiht sein; es 
buch in ganz besonderem Maße Übersichtlichkeit, bildet auch hier jedes Wort der umfaßten Sprachen 
denn gerade hier soll er seinen Zweck: dem Suchen- einmal das Stichwort, dem dann je die Übersetzung 
den auch beim flüchtigsten Überblick den Seiten- in allen übrigen Sprachen folgt. 
inhalt genau anzugeben, ohne jede Einschränkung Diese Anordnung findet sich z. B. in dem Universal- 
erfüllen. Man verwende darum für die Wörter, die Wörterbuch (Trowitzsch 8c Sohn, Berlin), also nach 
hier die Grenze des Seiteninhalts bezeichnen, nicht dem Schema: 
Versalien, sondern Gemeine, und zwar aus einer dtsclu- engl.  frz.  ital. 
mäßig kräftigen, leicht lesbaren Schrift. Ferner sind engl.  frz.  ital.  dtsch. 
nomenelateur  351  nuement frl-  ifßl-  CIISCII- engl- 
 ital.  dtsch.  engl.  frz. 
diese Wörter an die äußersten Ecken zu rücken, nicht Die Sprachen sind hier mit Ziffern bezeichnet, so 
auf die Mitte auszuschließen, wo der Seitenzähler daß nur eine einzige Schrift zur Anwendung kommt 
seinen Platz haben mag. Wichtig ist auch, das ganze (Beispiel 6 siehe Beilage). 
nomendateur  nuement 351 Im andern Falle aber, wenn das Wörterbuch nur 
 für den Gebrauch eines Volkes, z. B. des deutschen, 
erste und letzte Stichwort der Seite im Kolumnen- beftimmt istä ist auch bei, einem viialipflachigfn 
titel zu setzen, nicht bloß nichtssagende Wörteran- Zrtefbuim egeKTrenzungÄnsäigrflwgänfggfacälzä: 
fänge, die sich dann oft über mehrere Seiten wieder-  Schema ist dann fob 
NOM  351  NOU gendes: 
 1.Teil: Deutsch-fremdspraehlißhi 
holen und vor allem "dem Benutzer nicht schnell dtsch.  engl.  frz.  ital.  lat, 
genug einen genauen Uberblick über den wirklichen 2.Teil: Fremdsprachlich-deutsch: 
Wortumfang der Seite gestatten. Deshalb ist es auch engl.  dtsch. alle Sprachen 
richtiger, nicht nur das Titelwort des ersten und frz.  dtsch.} in einem 
letzten Wortartikels der Seite im Kolumnentitel an- ital.  dtsch. fortlaufenden 
zuführen, sondern das wirklich erklärte erste und lat.  dtsch. Alphabet,  
letzte Wort, auch wenn es eine bloße Zusammen- Bei Kürschner werden die Sprachen durch besondere 
setzung mit einem Titelwort ist. Zeichen, den eingerahmten Anfangsbuchstabenlglm 
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