Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Preußisches Baupolizeirecht
Person:
Baltz, Constanz Fischer, Friedrich Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-819993
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3813583
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Anhang- 
 F 77. Genehmigung. 
.Die Genehmigung gemäß S 75 darf nur unter folgenden Voraus-seYungen 
erteilt werden: 
U) Die Vorsühru11gs- und Aufbewahrungstrommeln dürfen nur außerhalb des 
Zufchauerraums gefüllt und entleert werden und müssen vorschriftsmäßig be- 
schaffen sein. Nicht benuHte Filme müssen in vorschriftsmäßigen Vehältern 
außerhalb des Zufchauerraums aufbewahrt werden. Jm Zuschauerraum darf 
nur der auf dem Bildwerfer befindliche Film vorhanden fein. 
bs) Wenn der Bildwerfer im Zuschauerraum aufgestellt wird, dürfen sich im Um- 
kreis von mindestens 2 In um ihn keine Zuschauer befinden. Keines-falls darf 
der Bildwerfer in der Nähe der Riickzugswege aufgestellt werden. 
o) Neben dem Bildwerser muß ein mit Wasser gefüllter Eimer und ein nasser 
Scheuerlappen oder eine i1nprägnierte, schwer entflammbare Decke (Feuer- 
schuHdecke) bereit gehalten werden. 
CI) Das Rauchen oder das Hantieren mit offenen Flammen in der Nähe des 
Apparates ist verboten. 
e) Der Zuschauerraum muß derartig mit Ausgängen versehen fein, daß die an- 
wesenden Zuschauer ihn schnell und ordnungsmäßig verlassen können. Größere 
Räume wie Aulen, Zeichensäle, Laboratorien müssen mindestens zwei Aus- 
gänge besihen, die möglichst an gegenüberliegenden Seiten liegen sollen. 
I) Es dürfen nur die gewöhnlich vorhandenen SiZgelegenheiten besetzt werden. 
Das Stehen auf den Gängen und an den Aus-gängen ist unter allen Umständen 
verboten. 
g) Die Schüler sind darüber zu belehren, daß sie im Falle eines Brandes den 
Raum ruhig und geordnet zu verlassen haben. 
D.übergangsbestimmungen.  
Z 78. 
I. Vorstehende Grundsätze treten sofort in Kraft17). 
Z. Für bereits bestehende Lichtfpielunternehmungen gelten die Bestimmungen 
des Abschnitts II mit Ausnahme derjenigen unter M nur insoweit, als aus über- 
wiegenden Gründen der öffentlichen Sicherheit ihre Durchführung unbedingt er- 
forderlich ist. Die zuständig.3 Behörde-I) hat festzustellen, welche Änderungen im 
Einzelfalle vorzunehmen sind und innerhalb welcher Frist. Die Entscheidung 
trifft die Landeszentralbehörde oder die von dieser bestimmte Behörde. 
3. Die Bildn1erserräume bestehende: Lichtfpieltheater müssen innerhalb einer 
von der Landeszentralbehörde festzuseizenden Frist den Bestimmungen des Ab- 
schnitts 1II dieser Verordnung angepaßt werden, unbeschadet der Vorschriften 
der Es 58, 59 und des Abfchnitts JI1 F, die sogleich in Kraft treten. 
 4. Die Landeszent1-albehörden bestimmen ferner, innerhalb welcher Frist 
die Vorschriften des Abschnitts IV erfüllt sein müssen. 
5. Lichtsptelvorsül1runaen, die über den Rahmen des Schulunterrichts hin- 
ausgehen (Elternabende usw.), die aus räumlichen Gründen nicht sogleich den 
IS 71 ff. genügen können, erhalten zur Vervollständigung ihrer Einrichtungen 
eine Übergangssrist bis zum I. April 1929. Bei neu einzurichtenden Schullicht- 
spielen, die Elternabende veranstalten wollen, ist durch Gewährung einer ge- 
nügend weiten Ausbaufrist entsprechend zu verfahren. 
17. Die Grundsäye werden in Preußen erst dann Kraft erlangen, wenn sie 
durch Pobizeiverordnung in den einzelnen Regierungsbezirken eingeführt sein 
werden. Dies ist binnen kurzem zu erwarten. Sodann verliert der F 70 der 
Polizeiverordnung über die bauliche Anlage, die innere Einrichtung und den 
VEkU9b Von Theatern, öffentlichen Versammlung.sräumen und Zirkusanlagen (V9I- 
S. 468!26 d. W.) seine Gültigkeit.
        

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